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Normalerer Urlaub? : Lockerungspläne geben Reise-Aktien Aufwind

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Reiseaktien sind gerade Spekulationsobjekte. Bild: EPA

Aktien aus dem Reise- und Freizeitsektor profitieren am Dienstag von Hoffnungen auf eine baldige Lockerung der Pandemie-Maßnahmen. Ist das realistisch?

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          Zahlreiche Aktien aus dem Reise- und Freizeitsektor haben am Dienstag europaweit von der Hoffnung auf Lockerungen der Pandemie-Maßnahmen in vielen Staaten profitiert. Laut dem Marktexperten Neil Wilson von Markets.com sorgt vor allem die Perspektive einer Wiederöffnung in den USA und Großbritannien für Rückenwind – mit vielerorts wieder öffnender Gastronomie und wieder möglichem internationalen Reiseverkehr. In Kontinentaleuropa machen derweil die Impfkampagnen endlich Fortschritte.

          Vor diesem Hintergrund zeigten sich die Anleger von Fluggesellschaften am Dienstag wieder optimistischer. Dies galt in Frankfurt für die Aktien der Lufthansa mit einem Aufschlag von 2,5 Prozent. Auch jene des Flughafenbetreibers Fraport zeigten sich mit einem Gewinn von 0,8 Prozent freundlich. Die Landesbank Helaba verwies am Dienstag in einem Kommentar auf eine sinkende Inzidenzzahl in Deutschland. Jeder vierte Landkreis liegt mittlerweile wieder unter der Zahl von 100 und damit unter der Schwelle für die sogenannte Bundes-Notbremse.

          In London rückten die Aktien der britisch-spanischen Fluggesellschaftsholding IAG um 2,3 Prozent vor und jene des Billigfliegers Easyjet sogar um 3,4 Prozent. Wie der Experte Wilson betonte, gebe es für die Briten die Perspektive, noch in diesem Monat wieder reisen zu dürfen. Er lobte die Impfkampagnen, bei denen vor allem die USA und Großbritannien weit fortgeschritten seien, als „wirksame Mittel“ gegen die Pandemie. Allerdings betonte er auch mit Blick auf die Lage unter anderem in Indien, dass der Weg zurück zur Normalität noch nicht frei sei.

          JP Morgan-Fachmanne David Perry nimmt für die IAG-Aktien nun auch eine optimistische Grundhaltung ein. Er stufte sie am Dienstag auf „Overweight“ hoch. Von 2022 an seien die Aussichten für die British-Airways-Muttergesellschaft als Europas stärkste klassische Fluggesellschaft wieder vielversprechend. Der Fachmann rechnet zwar weiter mit Turbulenzen, sieht in den IAG-Papieren aber eine langfristig attraktive Anlagemöglichkeit.

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