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Notenbanker deutet an : Lockert Amerika die Regeln für die Banken?

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Amerikas Zentralbank Federal Reserve in Washington. Bild: AP

Viele Republikaner würden der Wall Street gerne weniger Vorschriften machen. Nun kommen auch aus der Notenbank Hinweise, wonach die Währungshüter das durchaus unterstützen könnten.

          Der vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump installierte neue stellvertretende Vorsitzender der Notenbank Federal Reserve hat signalisiert, die Weichen in der Bankenregulierung neu stellen zu wollen. „Effizienz muss als Aufgabe für uns als Regulierer genauso wichtig sein wie Sicherheit und Stabilität“, sagte Randal Quarles während einer Veranstaltung in New York.

          Er stellte allerdings auch klar: „Wir müssen Sicherheit und Stabilität erreichen, aber wenn wir die Wahl haben, müssen wir die effizienteste Wahl treffen.“ Die Äußerungen sind der bislang stärkste Hinweis von Quarles darauf, dass die Notenbank manche Forderungen von Republikanern und Präsidialamt nach einer Deregulierung im Bankensektor unterstützen könnte.

          Die oppositionellen Demokraten und einige Aufseher - darunter die scheidende Notenbankpräsidentin Janet Yellen und vor allem auch der renommierte gerade zurückgetretene Notenbanker Stanley Fischer - setzen eher andere Schwerpunkte: Sie haben mehrfach gewarnt, die im Zuge der Finanzkrise verschärften Auflagen zu stark zurückzufahren.

          Stanley Fischer sagte vor einigen Monaten in einem Interview mit der „Financial Times“ ungewöhnlich deutlich, er könne zwar die „politische Dynamik“ verstehen hinter diesem Prozess. „Aber man kann nicht verstehen, warum erwachsene, intelligente Leute zu dem Schluss kommen, man sollte alle Dinge abschaffen, die wir in den vergangenen zehn Jahren ins Werk gesetzt haben.“

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