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Neue Aufsichtsräte : Commerzbank an Lindners Leine

  • -Aktualisiert am

Der Commerzbank-Turm in Frankfurt am Main Bild: dpa

Mit eigenen Aufsichtsräten glaubt ausgerechnet Bundesfinanzminister Christian Lindner von der FDP, die Commerzbank stärken zu können. Weiß er es nicht besser?

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          Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) ist die Staatsbeteiligung an der Commerzbank nicht eingegangen. Vielmehr steckten im Winter 2008/2009 Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) gut 18 Milliarden Euro in das damals schlingernde Kreditinstitut, das wie kein anderes den deutschen Mittelstand finanziert. Steinbrücks Nachfolger Wolfgang Schäuble (CDU) zeigte wenig erkennbares Interesse an der Commerzbank, Lindners Vorgänger Olaf Scholz (SPD) dann schon mehr.

          Aber mit dem Wechsel des Bundesfinanzministeriums zur FDP im vierten Quartal 2021 verbanden sich Erwartungen, dass die Bundesregierung den rund 3,5 Milliarden Euro großen Verlust mit ihren Commerzbank-Aktien realisiert und das Kapitel abhakt.

          Schließlich ist die Commerzbank endlich saniert, die gestiegenen Zinsen helfen ihr enorm, und der Börsenwert reicht bald wohl wieder für einen Platz im Dax. Doch Lindner denkt offenbar nicht ans Verkaufen, im Gegenteil: Mit eigenen Aufsichtsräten glaubt er, die Commerzbank stärken zu können. Doch gerade Lindner sollte klar sein: Der Staat ist nicht der bessere Aktionär.

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