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HSH-Nordbank-Prozess : Letzter ehemaliger HSH-Vorstand akzeptiert Strafzahlung

  • Aktualisiert am

Das Logo der HSH Nordbank in Hamburg. Der Prozess gegen die ehemaligen Vorstände ist abgeschlossen. Bild: Reuters

Der letzte angeklagte ehemalige HSH Nordbank-Vorstand hat eine Millionen-Strafzahlung akzeptiert. Damit endet ein jahrelanger Prozess, der ansonsten im August neu aufgelegt worden wäre.

          Es ist das Ende eines jahrelangen Rechtsstreits: Im Verfahren gegen die ehemaligen HSH-Nordbank-Vorstände wegen verlustreicher Geschäfte vor der Finanzkrise hat auch der letzte Angeklagte eine millionenschwere Geldauflage akzeptiert. Der frühere Vorstand Peter R. will die 1,5 Millionen Euro zahlen. Damit vermeidet er einen erneuten Prozess. Das teilte das Hanseatische Oberlandesgericht am Donnerstag mit. Der ehemalige HSH-Chef Dirk Jens Nonnenmacher und vier weitere Ex-Vorstände hatten bereits Anfang Juni Geldauflage von insgesamt 4,85 Millionen Euro akzeptiert. Auch Nonnenmacher musste 1,5 Millionen Euro zahlen. 

          Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte 2016 die Freisprüche des Hamburger Landgerichts aus dem Jahr 2012 für die ehemaligen HSH-Vorstände aufgehoben. Ursprünglich sollte ab Mitte August erneut vor dem Hamburger Landgericht über den Fall verhandelt werden. Nachdem nun auch der letzte Angeklagte eine Geldauflage akzeptiert hat, ist das Verfahren vom Tisch.

          In dem HSH-Verfahren ging es um ein kompliziertes Geschäft, mit dem die damalige Landesbank 2007 ihre Bilanz entlasten wollte. Tatsächlich holte sich das Geldhaus mit dieser umstrittenen „Omega“-Transaktion aber zusätzliche Risiken ins Haus, die sie beinahe in die Pleite getrieben hätten.

          Die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein mussten die HSH Nordbank letztlich mit einem milliardenschweren Rettungspaket vor dem Aus retten. Auf Druck der EU verkauften sie die Bank schließlich 2018 für rund eine Milliarde Euro an Finanzinvestoren um Cerberus und JC Flowers. Diese haben das Institut inzwischen in Hamburg Commercial Bank (HCOB) umbenannt.

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