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Kraftstoffpreise : Diesel wird etwas billiger

Trotz leichter Preissenkungen bleibt das Tanken teuer. Bild: dpa

Im April haben die Preise für Diesel zumindest mal etwas nachgegeben. Benzin dagegen wurde teurer.

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          Zumindest für Diesel-Fahrer gab es an den Tankstellen zuletzt eine gewisse Entspannung. Während die Fahrer von Benziner-Pkw im Laufe des Aprils etwas höhere Kraftstoffpreise verkraften mussten, gaben die Dieselpreise im Schnitt etwas nach. Das zeigt die monatliche Auswertung des Autoklubs ADAC zu den Kraftstoffpreisen in Deutschland. Danach kostete ein Liter Super E10 im Monatsmittel 1,466 Euro, das waren 1,2 Cent mehr als im März. Abwärts ging es beim Dieselpreis: Der Preis für einen Liter lag im April bei 1,309 Euro und damit um 0,6 Cent unter dem März-Niveau.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Preisschwankungen zwischen dem teuersten und dem günstigsten Tag zum Tanken waren angesichts der ruhigen Entwicklungen am Rohölmarkt vergleichsweise gering – die Differenz betrug bei beiden Sorten lediglich zwei Cent. Am meisten bezahlen musste man am 5. April: Super E10 kostete laut ADAC an diesem Tag je Liter 1,477 Euro, Diesel 1,320 Euro. Am günstigsten konnten die Autofahrer am 23. April tanken: Der Preis für einen Liter Super E10 betrug im Schnitt 1,457, Diesel kostete 1,300 Euro.

          Die Preisdifferenz zwischen Benzin und Diesel ist zum Ende der Wintersaison, in der Diesel regelmäßig im Vergleich zum Benzin etwas teurer wird, damit auf knapp 16 Cent angestiegen.

          Der ADAC empfiehlt den Autofahrern, grundsätzlich vor dem Tanken die Spritpreise zu vergleichen. Wer die teils erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und insbesondere der Tageszeiten nutzt, kann viel Geld sparen. Laut Club ist Tanken in der Regel zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten.

          Die Preise an den Zapfsäulen haben im April die Rohölnotierungen gespiegelt. Auch der Ölpreis hat sich im vergangenen Monat weiterhin auf einem hohen Niveau bewegt. Größere Ausschläge wie im März sind dabei aber ausgeblieben“, sagte Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer der Vergleichsplattform Clever Tanken. 

          Der Preis für Rohöl ist zuletzt eher wieder etwas gefallen. Er bewegte sich zum Wochenbeginn um gut 66 Dollar, nachdem er im März schon wieder bei fast 70 Dollar gewesen war. 

          Die Fachleute der Commerzbank verwiesen auf die angespannte Corona-Lage in Indien, wo die Zahl der täglichen Neuinfektionen extrem hoch bleibe. „Dies gefährdet nicht nur die Erholung der Nachfrage im drittgrößten Ölkonsumentenland, sondern führt den Marktteilnehmern auch die Nachfragerisiken vor Augen“, heißt es in einem Kommentar. Angesichts der Pandemie erscheine die Erholung des internationalen Tourismus kein Selbstläufer.

          Wie neue Daten zeigen, ist der Verbrauch an Benzin und Diesel infolge der Corona-Krise stark gesunken. Auch das belastet die Situation am internationalen Ölmarkt.

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