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Börse : Laut einer Prognose steigt der Dax auf 13.000 Punkte

Eine Kurstafel zeigt den Börsenindex Dax Bild: dpa

Kapitalmarktexperten eines Bankenverbands geben einen gemischten Ausblick für den Aktienmarkt – auch pessimistische Prognosen sind dabei.

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          Auf der Pressekonferenz des Bundesverbands Öffentlicher Banken (VÖB) zum Ausblick auf die Aktienmärkte am Mittwoch in Frankfurt war die Sitzverteilung klar geregelt. Die Optimisten saßen links am Tisch, die Pessimisten rechts. Zu Wort kamen dann auch die eher pessimistischeren Aktienexperten der Bayern LB, Manfred Bucher, Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank (HCOB) und Uwe Streich von der LBBW. Sie sehen den deutschen Leitindex Dax im September 2020 bei jeweils 12.000, 11.600 und 12.500 Punkten.

          Antonia Mannweiler

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          „Das R-Wort ist wieder sehr präsent“, sagte Cyrus de la Rubia und bezog sich auf die Rezession. Sein Ausblick auf die Aktienmärkte in zwölf Monaten fiel am verhaltensten aus. Dazu erklärte de la Rubia, dass man ganz klar auf eine Rezession zusteuere und begründete dies unter anderem mit der inversen Zinsstrukturkurve in den Vereinigten Staaten. „Das ist ein ganz normaler Konjunkturzyklus, der durch den Handelskonflikt und andere Unwägbarkeiten verstärkt wird.“

          Für Amerika erwartet de la Rubia Anfang nächsten Jahres nur eine „leichte Rezession“, auch wenn er die aktuelle Lage in Hong Kong als einen wichtigen Risikofaktoren benannte, der zu weiteren Handelssanktionen führen könne. Er stellte auch die Frage, welches Interesse die Chinesen überhaupt an einem möglichen „Deal“ mit Amerika haben könnten, wenn sie nicht wüssten, ob sich der amerikanische Präsident Donald Trump auch wirklich daran halte. So schätzt die HCOB auch den amerikanischen Index Dow Jones auf 23.730 Punkte – aktuell sind es 26.120 Punkte.

          Die anderen Landesbanken sehen ihn dagegen in Richtung 27.000 Punkte. Auch Uwe Streich von der LBBW äußerte sich zurückhaltend bezüglich der Vereinigten Staaten. Dort gebe es derzeit ein sehr hohes Bewertungsniveau. Es bedürfe nur eines Funkens, um einen deutlichen Abschwung auszulösen. Dass die Aktien „relativ teuer“ seien, liege am Anlagenotstand, sagte Streich. Denn relativ zu Anleihen seien Aktien so attraktiv wie selten zuvor. Langfristig führe kein Weg an ihnen vorbei.

          Es gab auch optimistischere Schätzungen, wenn auch nicht überschwängliche. So sieht die Deka Bank den Dax in einem Jahr sogar auf einem Niveau von 13.000 Punkten, den Dow Jones von 27.100 Punkten. Die Helaba traut dem Dax einen Punktestand von 12.800 Punkten zu und dem Dow Jones von 23.730 Punkten.

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