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Statistisches Bundesamt : Schokolade war 2018 billiger

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Schokoladenmanufaktur in Berlin Bild: ddp

Schokoladenfreunde konnten sich 2018 über leicht gesunkene Tafelpreise freuen. Doch in diesem Jahr könnte die beliebte Nervennahrung teurer werden.

          Die Preise für Lebensmittel steigen, doch Schokolade ist ganz entgegen diesem Trend etwas billiger geworden.

          Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, sank der Preis für eine Tafel Schokolade im Jahr 2018 leicht um 0,2 Prozent. Nahrungsmittel insgesamt verteuerten sich von 2017 bis 2018 hingegen um 2,3 Prozent, Süßwaren um 0,4 Prozent.

          Ein Grund für die leichte Preissenkung dürften die  günstigen Rohstoffpreise gewesen sein, erklärten die Statistiker anlässlich des Tages der Schokolade am 7. Juli. So verbilligten sich von 2017 bis 2018 die Einfuhrpreise unter anderem für Kakaobohnen (minus 2,5 Prozent) und verarbeiteten Kakao (minus 0,7 Prozent).

          Die beiden afrikanischen Länder Ghana und Elfenbeinküste gelten als die weltweit wichtigsten Produzenten von Kakao. Sie haben im Juni für Aufregung und steigende Kakaokurse gesorgt, weil sie einen Mindestpreis von 2600 Dollar je Tonne verlangen wollen. Sie verkündeten einen Verkaufsstopp, bis die Forderung umgesetzt ist.

          Vom Ladenpreis für Schokolade kommt nur ein Bruchteil bei den Erzeugern und Bauern an. Bekannte Marken verlangen im Vergleich zur weniger namhaften Konkurrenz deutlich höhere Preise für die Tafel oder ihre saisonal gefragten Schokoladenhasen und Nikoläuse.

          Schokolade ist ein populäres Produkt, dessen Preis Kunden genau im Kopf haben und
          Veränderungen sofort wahrnehmen. Gerade bei Genussprodukten hätten viele Menschen ihre ganz persönlichen Lieblings-Marken, sagt Christian Böttcher, Sprecher des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels. "Wenn man immer dieselbe Marke kauft, merkt man
          natürlich sofort, wenn sich der Preis ändert."

          Deshalb achteten Händler hier besonders darauf, dass sich daran nicht allzu viel ändere. Unter bestimmten Bedingungen seien Verbraucher aber durchaus bereit, auch mal mehr zu zahlen, erklärt Böttcher. Das sei der Fall, wenn die Schokolade als nachhaltig produziert ausgewiesen ist.

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