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: Kursverluste an Europas Börsen

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Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag schwächer tendiert und an die Kursverluste des Vortages angeknüpft. Händler erklärten, die Quartalsberichte von Unternehmen seien uneinheitlich ausgefallen und hätten insgesamt keinen Anlaß für Käufe gegeben.

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          Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag schwächer tendiert und an die Kursverluste des Vortages angeknüpft. Händler erklärten, die Quartalsberichte von Unternehmen seien uneinheitlich ausgefallen und hätten insgesamt keinen Anlaß für Käufe gegeben. Der Stoxx-50-Index, in dem die wichtigsten europäischen Aktien zusammengefaßt sind, fiel um 1 Prozent auf 3127 Punkte. Überdurchschnittliche Verluste verzeichneten die Energie- und Automobilwerte, deren Branchenindizes um rund 1,5 Prozent nachgaben. Energietitel wie Repsol oder Eni sanken im Zuge der leichten Abschwächung der Ölpreise. Tiefer gehandelt wurden auch Banken. Die Royal Bank of Scotland (RBS) steigerte im ersten Halbjahr dank Zukäufen und Wachstum im Firmenkundengeschäft den Gewinn im ersten Halbjahr. Analysten kritisierten aber fehlende Angaben zur weiteren Strategie. Der RBS-Aktienkurs sank bis zum Schluß um 4,4 Prozent. Weitere Abschreibungen auf seine Slimfast-Diätprodukte drückten den Gewinn von Unilever im zweiten Quartal überraschend deutlich. Umsatz und Absatz stiegen jedoch, was Analysten als positives Signal für die künftige Entwicklung des britisch-niederländischen Konsumgüterkonzerns werteten. Unilever zogen bis zum Handeslschluß um 2,64 Prozent an.

          Der Deutsche Aktienindex Dax verlor in Frankfurt bis zum Schluß 1 Prozent auf 4874 Punkte. Kursverluste der Autokonzerne sowie ein überraschend deutlicher Gewinnrückgang beim Rückversicherer Münchener Rück belasteten die Börse. Angetrieben von Übernahmespekulationen setzten Commerzbank-Papiere dagegen ihren Höhenflug fort. An der Spitze der Verliererliste im Dax standen mit einem Abschlag von jeweils mehr als 2 Prozent die Titel der beiden Autohersteller BMW und Daimler-Chrysler.

          In London schwächte sich der FTSE- 100-Index um 0,32 Prozent auf 5315 Punkte ab. Die Nachricht, daß CI Financial das Angebot für den britischen Vermögensverwalter Amvescap zurückzog, führte bei den Titeln der Fondsgesellschaft zu Kursverlusten von im Verlauf fast 8 Prozent. British Airways legten vor der Veröffentlichung des Quartalsberichts um 2,8 Prozent zu. In Zürich schloß der SMI-Index 0,61 Prozent niedriger bei 6617 Punkten. Clariant führten mit einem Anstieg von im Verlauf 4,6 Prozent die Gewinnerliste an. Wegen Sonderfaktoren hatte der Reingewinn die Erwartungen klar übertroffen. In Paris schloß der CAC-40-Index 0,81 Prozent schwächer bei 4455 Zählern. Societe Generale sackten im Verlauf um über 3 Prozent ab. Der französische Ölkonzern Total steigerte dank des hohen Ölpreises seinen Gewinn im zweiten Quartal im Rahmen der Analystenerwartungen, zieht aber das Angebot für eine Beteiligung an der russischen Gasfirma Novatek zurück. Total gaben um 2,4 Prozent nach. (ruh./Reuters)

          Bezugsrechte: Wash Tec (Bez.- Frist 22.7. - 5.8.), 1 zu 1 : 5 Euro, 1,72 Euro.

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