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Kunstwerke versteigern : Auktionator für einen Tag

Zuschlag für 80.000 Euro: Dennis Kremer (am Pult) während der Versteigerung von Rupprecht Geigers Gemälde „647/72“. Bild: Rojas, Diana Cabrera

Teure Kunstwerke zu versteigern kann doch nicht so schwer sein. Das dachte sich zumindest F.A.S.-Redakteur Dennis Kremer. Also hat er es probiert – und ein paar blöde Fehler gemacht.

          7 Min.

          Der kleine Raum ist schlicht eingerichtet: ein Tisch und wenige Stühle, mehr nicht. Hier soll ich mich für meinen großen Auftritt sammeln? Vor mir liegt eine Liste mit Künstlern des 19. und 20. Jahrhunderts, Namen, die mir größtenteils wenig sagen. Daneben stehen Preise. Es geht um Geld, viel Geld, so viel wird auf den ersten Blick klar. Doch bevor ich die Summen einigermaßen ordnen kann, stört mich jemand: „Kommen Sie, es geht los!“

          Dennis Kremer

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Journalisten neigen dazu, sich selbst zu überschätzen. Ich bin da keine Ausnahme. Als vor einiger Zeit die Idee zu einem verrückten Experiment entsteht, bin ich darum sogleich Feuer und Flamme. Ich will eine Kunstauktion leiten – und zwar nicht irgendwo, sondern in einem der bekanntesten Auktionshäuser der Republik, bei Ketterer in München. Ich habe nie Kunstgeschichte studiert, kann eher mühsam einzelne Kunstepochen voneinander unterscheiden. Aber ich gehe gerne ins Museum. Das muss doch zu irgendetwas gut sein.

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