https://www.faz.net/-gv6-9p06r

Onlinebanking : Kunden klagen über IT-Störung bei Deutscher Bank

  • -Aktualisiert am

Logo der Deutschen Bank vor ihrer Zentrale in Frankfurt Bild: dpa

Kunden von Deutschlands größter Bank beschweren sich am Wochenende auf Twitter über Störungen von Wertpapierdepots, Geldautomaten und des Onlinebankings.

          Kunden der Deutschen Bank plagen zum Wochenende offenbar Störungen beim Onlinebanking und bei Geldautomaten. In ihrem Servicekanal auf dem sozialen Netzwerk Twitter antwortete die Bank auf Fragen genervter Nutzer. Auch auf dem Internetportal „Allestörungen“ ist von einer aktuellen Störung bei der Deutschen Bank die Rede, die in rund 80 Prozent der Fälle das Onlinebanking betreffen soll.

          Am Samstag Nachmittag räumte das Geldinstitut über seinen Servicekanal auf Twitter in einer Antwort an einen Nutzer schließlich „technische Einschränkungen“ ein. Demnach soll eine Störung bei einem Dienstleister der Deutschen Bank Grund für die Einschränkungen sein. Die Bank entschuldigte sich bei ihren Kunden für die Unannehmlichkeiten und betonte, gemeinsam mit dem Dienstleister intensiv an einer Lösung zu arbeiten. Auf eine per Email verschickte Anfrage der F.A.Z. zu Ausmaß und Ursache der Störung hatte die Deutsche Bank am Nachmittag nicht reagiert.

          Die Bank sendet auf Twitter allerdings keine eigenen Mitteilungen dazu, sondern antwortet separat auf Fragen einzelner Nutzer. Daher ist nicht klar, ob es sich um eine großflächige oder punktuelle Störung handelt.

          Laut einer früheren Twitter-Antwort der Deutschen Bank sind die Störungen im Onlinebanking seit Samstag früh behoben. Auch sollen Überweisungen wieder möglich sein – sowohl an Geldautomaten als auch im Onlinebanking.

          „Es tut mir leid, dass Sie Schwierigkeiten mit dem Geldautomaten hatten, der Fehler ist inzwischen behoben“, schrieb die Bank am Samstag an einen Kunden. Auch für die Störungen im Onlinebanking entschuldigte sich die Bank auf Twitter. In dem Tweet heißt es unter anderem: „Unsere Techniker haben mit Hochdruck daran gearbeitet. Der Fehler ist jetzt behoben.“

          Wenn die Geldautomaten bei einer Bank nicht funktionieren, können Kunden auf die Geräte anderer Banken ausweichen, um Bargeld abzuheben. Da viele große Banken sich zu Netzwerken zusammengeschlossen haben, ist das innerhalb solcher Verbünde ohne zusätzliche Gebühren möglich.

          IT-Störungen bei Banken werden aus Sicht der Geldinstitute in vielen Fällen rasch gelöst. Allerdings leiden Kunden oft noch tagelang unter den Nachwirkungen.

          Die Deutsche Bank steht aktuell wegen eines großen Stellenabbaus vor allem in ihrem internationalen Investmentbanking im Fokus. Doch auch in Deutschland werden viele Stellen wegfallen. Das liegt unter anderem daran, dass die von der Deutschen Bank übernommene Postbank Personal abbaut.

          Störungen der sensiblen Banken-IT passieren auch bei anderen Instituten immer wieder. Bei der Deutsche-Bank-Konkurrentin Commerzbank war das jüngst wiederholt ausgerechnet zu den Monatswechseln im Juni und Juli der Fall. An den ersten Bankarbeitstagen eines Monats wollen viele Kunden den Eingang ihres Gehalts oder ihrer Rente auf ihrem Konto überprüfen. Wenn dann das Internetbanking streikt, ist das besonders ärgerlich.

          Deutschlands oberster Finanzaufseher, Felix Hufeld, hatte sich im Juni vor Frankfurter Journalisten unter anderem zu IT-Störungen bei Banken geäußert. Der Bafin-Präsident sagte, dass erfahrungsgemäß oft interne Fehler oder Fehler bei einem Dienstleister Ursache solcher Störungen seien.

          Diese hätten teils banale Gründe, wie Fehler bei der Dateneingabe durch Mitarbeiter oder schief gelaufene Softwareaktualisierungen über Nacht. Hufeld betonte, dass die Finanzaufsicht im Fall wiederholter und gehäufter IT-Probleme die betreffenden Banken kontaktiere, um nachhaltige Lösungen zu verlangen.

          Weitere Themen

          EZB plant Paket gegen Wirtschaftsschwäche

          Geldpolitik : EZB plant Paket gegen Wirtschaftsschwäche

          Die Währungshüter erwarten keine Besserung der wirtschaftlichen Entwicklung im Euroraum. Daher bereiten sie Zinssenkungen und zusätzliche Anleihekäufe vor. Schon im September könnten die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank starten.

          Topmeldungen

          Trumps Grönland-Idee : Eiskalte Interessen

          Manche Republikaner unterstützen die Idee von Donald Trump, Grönland zu kaufen. Schließlich könnte man so den Einfluss von China und Russland begrenzen – und riesige Rohstoffvorkommen ausbeuten.
          Sommerurlaub verwehrt: Wenn man eine Reise stornieren möchte, kann es auf Internetplattformen Probleme geben.

          Probleme mit Buchungsplattform : Kein Geld zurück

          Plattformen wie Booking.com & Co. nehmen dem Urlauber viel Arbeit ab. Schwierig kann es werden, wenn eine Übernachtung storniert werden soll. Ein Erfahrungsbericht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.