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Digitalwährungen : Wie man von Kryptowerten profitiert

Ein Arbeiter inspiziert eine Bitcoin-Farm in Russland. Bild: Bloomberg

Anleger können auf vielerlei Weise vom Boom der Kryptowährungen profitieren: mit Aktien, ETF und Schuldverschreibungen. Ein Überblick für jedermann.

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          Wenn es um Bitcoin und andere Kryptowerte geht, könnten die Meinungen gegensätzlicher nicht sein. „Widerlich“, findet sie Charlie Munger, der mit Warren Buffett das Firmenkonglomerat Berkshire Hathaway führt. Dem 97-Jährigen entgegen stehen Leute wie Mike Novogratz, die Bitcoin als digitales Gold ansehen, weil die Kryptowährung wie das Edelmetall begrenzt verfügbar ist und deshalb im Wert steigen müsse. Bis 2024 könne der Bitcoin-Preis laut dem Chef der Investitionsgesellschaft Galaxy Digital eine halbe Million Dollar erreichen – also rund zehnmal mehr als heute. Damit käme Bitcoin auf eine höhere Marktkapitalisierung als alles Gold, für das es Wertpapiere gibt.

          Thomas Klemm
          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Zwischen Fans und Verächtern steht die Realität: Tatsache ist, dass immer mehr Profianleger und Firmen den Kryptowährungen eine Bedeutung als Wertaufbewahrungsmittel und zum Inflationsschutz zuschreiben; wie Gold, nur digital und nicht mit so langer Geschichte. Eine Kryptowährung werfe zwar wie Diamanten, Kunst, Briefmarken oder Gold keine Barerträge ab, so Portfoliomanager Jeroen Blokland vom Vermögensverwalter Robeco: „Dennoch besitzen all diese Anlagegattungen monetären Wert, und die meisten von ihnen werden als Wertaufbewahrungsmittel angesehen.“ Tatsache ist aber auch, dass einige Bitcoin-Großbesitzer heftige Schwankungen verursachen können: weil sie stattliche Anteile verkaufen, oder indem einer wie Tesla-Chef Elon Musk verkündet, der E-Autobauer würde Bitcoin nun doch nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptieren.

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