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Krytowährung : Bitcoin-Kurs steigt wieder an

  • Aktualisiert am

Eine symbolische Bitcoin-Münze auf einem Computerchip Bild: Reuters

Der Kurs der Cyberdevise Bitcoin hat die Marke von 10.000 Dollar zurückerobert. In der Diskussion um digitales Geld gibt es derweil nicht nur mahnende Stimmen.

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          Die Digitalwährung Bitcoin ist am Donnerstag deutlich gestiegen und hat die Marke von 10.000 Dollar überwunden. Am Nachmittag kletterte der Kurs auf der Handelsplattform Bitstamp bis auf 10.484 Dollar. Vor dem rasanten Anstieg war er noch bei 9280 Dollar gehandelt worden.

          „Für den plötzlichen Kurssprung könnte die Auflösung zahlreicher Short-Positionen ausgemacht werden“, kommentierte Timo Emden, Analyst bei Emden Research. Mit Short-Positionen spekulieren Anleger auf fallende Kurse. Am Dienstag und Mittwoch hatte die Skepsis des amerikanischen Senats über der geplanten Facebook-Währung Libra noch die Kurse einbrechen lassen. Am Mittwoch hatte der Bitcon mit 9050 Dollar den niedrigsten Stand seit Mitte Juni erreicht.

          „Schnäppchenjäger könnten die Aufwärtsrally nun forcieren“, schreibt Emden. Es könne sich aber auch nur um eine technische Gegenbewegung halten. Die Gefahr größerer Rücksetzer bleibe. Es ist diese Volatilität, die für Skepsis bei stabilitätsorientierten Anlegern sorgt. Weil der Kurs des Bitcoin oft und stark schwankt, eignet er sich die Cyberdevise nicht als Wertspeicher.

          Weidmann plädiert für vorsichtigen Umgang mit digitalem Geld

          Trotz aller Skepsis haben Digitalwährung wie der Bitcoin von den im Juni veröffentlichten Plänen des Sozialen Netzwerks Facebook profitiert, das bis 2020 eine eigene Währung namens Libra etablieren will. Der Bitcoin-Kurs stieg im Anschluss an die Veröffentlichung dieser Pläne auf mehr als 12.000 Dollar – der höchste Stand des Jahres.

          Politiker, Notenbanker und Finanzaufseher haben sich bisher vorwiegend skeptisch oder besorgt über Libra geäußert. Auch Bundesbankpräsident Jens Weidmann plädiert grundsätzlich für einen vorsichtigen Umgang mit digitalem Geld, sieht aber bei allen Risiken offenbar auch mögliche Vorteile für Verbraucher. „Es gibt keinen Grund für Alarmismus, aber für Wachsamkeit“, sagte Weidmann beim Treffen der Finanzminister der G-7-Staaten im französischen Chantilly.

          Digitalwährungen wie Libra könnten laut Weidmann insbesondere grenzüberschreitende Zahlungen erleichtern, die für Verbraucher derzeit oft noch sehr teuer seien. Facebook will Libra vor extremen Wertschwankungen schützen, indem es die Cyberwährung an andere wichtige Währungen koppelt.

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