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Neobroker in Schwierigkeiten : Kryptobörse FTX prüft Übernahme von Robinhood

Die Kryptobörse FTX hat Gerüchten zufolge Interesse am Neobroker Robinhood. Bild: Reuters

Robinhood steckt nach dem Trading-Boom in der Krise. Ausgerechnet eine Kryptobörse soll nun Interesse zeigen, den Neobroker zu übernehmen.

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          Der amerikanische Neobroker Robinhood wird zum Übernahmekandidat. So berichtet die auf Finanznachrichten spezialisiere Nachrichtenagentur Bloomberg, dass die Kryptobörse FTX intern prüft, ob ein Erwerb möglich sei. Robinhood wollte das nicht kommentieren. Doch wie wahrscheinlich ist dieses Szenario?

          Franz Nestler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Robinhood ist während der Pandemie zu einer der großen Spieler auf dem Brokermarkt aufgestiegen. Die spielerischen Ansätze verbunden mit einem simplen grafischen Interface haben besonders junge Menschen an die Börsen gelockt. Es gibt rund 16 Millionen monatlich aktive Kunden, allerdings ist die Zahl um fünf Millionen Kunden seit dem Höhepunkt gesunken. Dementsprechend sind auch die Umsätze gesunken – was sich unmittelbar auch in höheren Verlusten widergespiegelt hat.

          Robinhood bringt also eine große Kundenbasis mit, hat aber Probleme, was sich auch an der Bewertung des Neobrokers zeigt. Aktuell notiert das Papier auf rund 8,80 Dollar. Nach dem Börsengang kostete es noch bis zu 70 Dollar. Damit ist Robinhood mit knapp 7 Milliarden Dollar bewertet. Für FTX wiederum könnte es lohnend sein, vom reinen Kryptogeschäft wegzukommen – auch, weil man noch nicht in den USA vertreten ist.

          FTX-Chef Samuel Bankman-Fried, der bereits 7,6 Prozent Anteile an Robinhood hält, sagte dazu: „Wir sind begeistert von den Geschäftsaussichten und den potentiellen Wegen, wie wir mit ihnen zusammenarbeiten könnten, und ich war immer beeindruckt von dem Geschäft“, sagte Bankman-Fried. „Trotzdem gibt es keine aktiven Übernahmegespräche mit Robinhood.“

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