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Grenzenloser Geldtransfer : Kosten für Auslandsüberweisungen deutlich gestiegen

Bei Western Union: Wohin soll das Geld denn gehen? Bild: Anna Jockisch

Überweisungen außerhalb der Eurozone sind im vergangenen Jahr noch teurer geworden. Und auch bei einer anderen Art der Überweisungen stiegen die Gesamtkosten signifikant an.

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          Geld außerhalb der Eurozone zu verschicken ist teuer und wurde im vergangenen Jahr sogar noch teurer. Das hat eine Studie des Marktforschungsunternehmens Consumer Intelligence im Auftrag des britischen Zahlungsdienstleisters Transfer Wise ergeben. Dafür wurden die von vielen Banken ausgewiesenen Überweisungsgebühren und die oftmals intransparenten Wechselkursaufschläge – quasi die versteckten Kosten – der vier größten deutschen Privatkundenbanken und vom Überweisungsanbieter Western Union untersucht. Unter den verglichenen Finanzinstituten befanden sich die Deutsche Bank, die Postbank, die Commerzbank und einige Sparkassen. Zuletzte hatte Consumer Intelligence die Gebühren der Anbieter im März untersucht. Gegenüber März 2018 kam es zu einer deutlichen Verteuerung.

          Antonia Mannweiler

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          So zahlten Verbraucher im März vergangenen Jahres für eine Überweisung von 1000 Euro nach Großbritannien im Schnitt 25,11 Euro, während es im darauffolgenden November schon 30,39 Euro waren. Im Vergleich zu den im März erhobenen Zahlen stiegen die Kosten also je Überweisung im Schnitt um mehr als 21 Prozent. Mit Gesamtkosten von 62,54 Euro zahlten die Kunden von Western Union für eine Überweisung von 1000 Euro in Pfund am meisten. Dabei verbarg sich der Großteil der Gesamtkosten von Western Union in den intransparenten Wechselkurs-Aufschlägen.

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