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Repräsentative Forsa-Umfrage : Rund die Hälfte weiß nicht, was sie für Kleidung und Schuhe zahlt

  • Aktualisiert am

Verbraucher mit gefüllten Einkaufstüten Bild: dpa

Die Konsumausgaben der Deutschen liegen leicht über dem EU-Durchschnitt. Dabei fehlt vielen Verbrauchern der Überblick über ihre alltäglichen Kosten.

          Geht es um die alltäglichen Ausgaben für Kleidung und Lebensmittel, fehlt vielen Verbrauchern der Überblick. So wissen 29 Prozent nur ansatzweise, was sie für Kleidung und Schuhe ausgeben. Zudem haben 24 Prozent nur eine grobe Vorstellung davon, was sie monatlich für Brot, Fleisch und Gemüse zahlen müssen.

          Das sind Ergebnisse einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa bei 1001 Bundesbürgern. Auftraggeber der repräsentativen Befragung ist die TeamBank. Ihre Wohnkosten haben die Verbraucher dagegen recht gut im Blick. So wissen 70 Prozent sehr genau, was sie monatlich für die Miete oder den Kredit fürs Eigenheim aufbringen müssen. Auch bei den Kosten für Strom und Versicherungen haben die meisten Befragten einen guten Überblick.

          Dabei wissen junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren unterdurchschnittlich wenig Bescheid über ihre Ausgaben für Wohnen, Energie und Versicherungen. Die Generation ab 50 dagegen hat insbesondere die Stromkosten im Auge. 65 Prozent der älteren Befragten kennen ihre Ausgaben in diesem Bereich sehr genau.

          Auch wenn sie nicht über alle ihre Ausgaben Bescheid wissen, finden die Deutschen diese zu hoch. So ärgern sich zwei von drei Bürgern beim Tanken über zu hohe Benzin- und Dieselpreise. Etwa jeder zweite hält die Preise für Bus- und Bahntickets nicht für gerechtfertigt. Vor allem junge Leute sind der Meinung, zu viel für den öffentlichen Nahverkehr zu zahlen. Auch Miete und Kosten für Wohneigentum stehen insbesondere aus Sicht der Jüngeren in keinem Verhältnis.

          Dabei lebt es sich Deutschland billiger als in den meisten Nachbarländern wie Frankreich, Österreich, Niederlande oder im teuren Luxemburg. Die deutschen Konsumausgaben lagen nach vom Statistischen Bundesamt am Montag veröffentlichten Daten im Jahr 2018 allerdings 4,3 Prozent über dem Durchschnitt der Europäischen Union.

          Deutlich unter dem EU-Durchschnitt rangieren die Konsumausgaben der Spanier, Portugiesen, Griechen, Tschechen und Polen. Schlusslicht ist Bulgarien, wo Verbraucher nur etwa halb so viel zahlen wie der EU-weite Durchschnitt. Am höchsten sind die täglichen Ausgaben in Dänemark.

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