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Konnichiwa aus Tokio : Warten auf Abes Reformen

  • Aktualisiert am

Tokio mit dem Fuji Bild: AFP

Viele Marktteilnehmer in Tokio zeigten sich am Montag zufrieden an der Börse in der japanischen Hauptstadt. Ministerpräsident Abe hat nun auch eine Mehrheit im Oberhaus - und kann durchgreifen.

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          Mit dem überwältigenden Wahlerfolg des japanischen Regierungschefs Shinzo Abe und seiner Liberaldemokratischen Partei (LDP) bei der Oberhauswahl am Sonntag sehen Anleger und Analysten den Weg frei für radikale Strukturreformen am japanischen Arbeitsmarkt, für mehr Wettbewerb auf dem verkrusteten Binnenmarkt  und für eine spürbare Senkung der Unternehmenssteuern.

          Mit dem Erdrutschsieg Abes bei der Wahl zum Oberhaus, der zweiten Kammer des Parlaments, verfügt Abe als erster japanischer Regierungschef seit Jahren wieder über eine solide Mehrheit in beiden Häusern. In der Vergangenheit hatte zumeist die Opposition im Oberhaus die Mehrheit. Fast alle wichtigen Reformgesetze wurden blockiert.

          Mit dem Ende dieser Blockade erwarten die Finanzmärkte nun, dass Abe sich nach der Sommerpause auch an die umstrittenen Reformen wagt. Bislang hat er nur vage angekündigt, was er dabei vorhat. Sicher ist, dass die aggressive Geldpolitik der Bank von Japan nach diesem Wahlergebnis fortgesetzt wird.

          Der Yen verlor deswegen wieder leicht gegenüber dem Dollar und kam erneut nahe an die Grenze von 100 Yen zum Dollar. Die Börse zeigte sich wenig euphorisch, hatte sie den als sicher gel-tenden Wahlsieg doch bereits in den vergangenen Tagen eingepreist gehabt.

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