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Corona-Krise : Banken im Ausnahmejahr

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Christian Sewing Bild: dpa

Die europäischen Banken fahren im Corona-Jahr ordentlich Gewinne ein. Das lässt Anleger aufhorchen. Aber die Sache ist endlich.

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          Es ist noch nicht allzu lange her, da waren die Banken nicht nur in Ungnade gefallen, sondern auch aus vielen Depots geflogen. Die Finanzkrise mit all ihren Skandalen, Übertreibungen und der schlichten Gier wirkte jahrelang nach. Die sich anschließende und sehr konsequente Regulierung nahm die Banken an die gebotene Kandare, aber ließ auch wenig Spielraum für Rendite. Geld, das für die dringend notwendige Digitalisierung gebraucht worden wäre, floss in die Risikovorsorge und die Stärkung des Eigenkapitals. Die Steuerzahler – so die klare Ansage aus der Politik – sollten nie wieder eine Bank retten müssen. Für Investoren war das Urteil über die Anlage in die Finanzindustrie vernichtend: Klassische Banken haben kein zukunftsfähiges Geschäftsmodell – raus aus dem Depot.

          Stimmung hat sich gedreht

          Die Stimmung hat sich gedreht. Wer derzeit auf die Aktienkurse europäischer Banken blickt, sieht steigende Kurse. Die Deutsche Bank hat ihren Kurs seit dem Corona-Crash im März 2020 auf gut 11 Euro fast verdoppelt. Vielleicht sind die Jubelgesänge der langjährigen, Kummer gewohnten Aktionäre dünn – aber der Aufwärtstrend ist seit dem Amtsantritt von Christian Sewing als Vorstandsvorsitzender unverkennbar.

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