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Wall Street : Hoffen auf die Fed

  • -Aktualisiert am

Die amerikanische Notenbank Federal Reserve in Washington Bild: Reuters

Das Vertrauen der Börse in die amerikanische Notenbank scheint unbegrenzt. Doch sollte Trumps Handelspolitik die Wirtschaft in eine Rezession treiben, spielen Zinsen nur noch eine Nebenrolle.

          Börsianer an der Wall Street setzen mal wieder auf eine Rettungsaktion der amerikanischen Notenbank Fed. Nur so ist zu verstehen, warum die Aktienkurse Ende der vergangenen Woche positiv auf schwache Arbeitsmarktdaten reagierten.

          Immerhin ist das ein klares Indiz für eine Abkühlung der Konjunktur vor dem Hintergrund des Trumpschen Handelsstreits mit China. Mittlerweile gilt an der Wall Street nach Andeutungen von Fed-Chef Jerome Powell eine Leitzinssenkung Ende Juli schon als ausgemachte Sache.

          Börsianer reagieren darauf reflexartig mit Aktienkäufen, weil niedrige Zinsen diese Wertpapiere im Vergleich zu Anleihen in der Regel attraktiver machen. Die Wall Street hofft, dass eine geldpolitische Lockerung wie eine Art Versicherung gegen einen Abschwung wirkt. Dennoch ist nicht garantiert, dass die seit mehr als zehn Jahren von konjunktursensiblen Titeln getriebene Aktienhausse weitergehen wird.

          Sollte der erratisch agierende amerikanische Präsident seine Hand im Handelspoker überschätzen, kann die Notenbank allein keinen wirtschaftlichen Abschwung verhindern. Und Rezessionen sind immer Gift für Aktien, egal, wo die Zinsen stehen.

          Norbert Kuls

          Freier Autor in der Wirtschaft.

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