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Referenzzinsen : Eine Vertrauensfrage

EZB-Präsident Mario Draghi Bild: dpa

Es ist gut, wenn die Reform der Referenzzinsen für Europas Großbanken vorankommt. Es geht hierbei nicht nur um variable Zinsen für Anleihen oder Kredite.

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          Es ist gut, wenn die Reform der Referenzzinsen vorankommt. Einen wichtigen Schritt stellt die Entscheidung europäischer Großbanken dar, künftig einen von der Europäischen Zentralbank (EZB) entwickelten Zinssatz als Basis für ihre Geschäfte zu verwenden. Deren Kunstnamen wie Euribor oder Libor verbindet die Öffentlichkeit mit den Manipulationen der Banken, denn jahrelang beruhten diese Referenzzinsen auf den Angaben der Bankmitarbeiter. Daran hängen aber Finanzprodukte über Hunderte Billionen Euro und Dollar: variable Zinsen für Anleihen oder Kredite sowie Absicherungsgeschäfte. Die Reform zielt darauf, die Verfahren so zu gestalten, dass sie nicht mehr manipuliert werden können. Das ist wichtig, weil es um das Vertrauen in den Finanzmarkt und die Banken geht. Vor diesem Hintergrund ist es unglücklich, dass der frühere ING-Finanzvorstand Koos Timmermans die Bankengruppe leitete, die sich nun für den EZB-Vorschlag entschieden hat. Er musste vor kurzem wegen des Geldwäscheskandals der niederländischen Bank seinen Hut nehmen. Doch dieser Umstand schmälert nicht die Notwendigkeit der Reformen.

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