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IWF-Herbsttagung : Krisenherde

Christine Lagarde, Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF). Bild: dpa

Die nächste Finanzkrise kommt wie das Amen in der Kirche. Das ist der Subtext der Berichte, die der Internationalen Währungsfonds streut. Doch wo steht der nächste Krisenherd?

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          Die nächste Finanzkrise kommt wie das Amen in der Kirche. Das ist der Subtext der Berichte, die der Internationalen Währungsfonds vor der Herbsttagung in Bali streut. Doch niemand weiß, wo der nächste Krisenherd steht.

          Die Banken sind dank der Regulierung mit mehr Kapital und Liquidität ausgestattet, wenn auch weit von jenen Puffern entfernt, die Fachleute wie der Nobelpreisträger Eugene Fama empfehlen. Dafür finden viele Geschäfte jetzt in weniger regulierten Bereichen statt. Einen weiteren Grund zur Sorge liefern die sich auftürmenden Schuldenstände. Begünstigt durch lockere Geldpolitik haben sich manche Regierungen, Unternehmen und Haushalte verschuldet, als ob es kein Morgen gebe.

          Die Vergangenheit lehrt, dass solche Schuldenniveaus selten ohne Krise normalisiert werden. Die dringende Botschaft an Länder, Puffer für schlechte Zeiten anzulegen, verhallten oft ungehört. Vielleicht stellt sich im IWF wenigstens eine gewisse Beruhigung darüber ein, dass Deutschland seinen fiskalischen Spielraum nicht verpulvert hat. Denn, wenn es zur Krise kommt, ist Deutschland dank fiskalischer Strenge eines der wenigen wichtigen Länder, das dagegen halten kann.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

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