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Credit Suisse : Reihe von Hiobsbotschaften

  • -Aktualisiert am

Viel Käse gemacht: die Credit Suisse Bild: Reuters

Ein Hiobsbotschaft scheint bei der Credit Suisse der nächsten zu folgen. Die Finanzaufsicht ist mit Recht alarmiert.

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          Die Credit Suisse (CS) hat im Moment einen Lauf. Nur leider nicht im positiven Sinne. Die Schweizer Großbank ist in den tiefen Fall des amerikanischen Hedgefonds Archegos Capital involviert. Dies könnte ihr Verluste in Milliardenhöhe bescheren. Anleger ließen die Aktien der Bank fallen wie heiße Kartoffeln.

          Das ist nur zu verständlich. Schließlich handelt es sich bei der jüngsten Hiobsbotschaft aus Zürich nicht um einen einmaligen Ausrutscher. Im Herbst musste die Credit Suisse schon die Beteiligung an einem andere Hedgefonds wertberichtigen. Und in den vergangenen Wochen machten die Schweizer durch die enge Verflechtung mit der insolventen Greensill-Gruppe Schlagzeilen. Auch hier drohen deftige Verluste.

          Die Finanzmarktaufsicht ist zurecht alarmiert. Die Aufseher müssen prüfen, wo und wie die internen Risikokontrollen versagt haben. Die Jagd auf Neugeschäft, Rendite und Boni darf nicht dazu führen, dass Kunden und Aktionäre derart geschädigt werden. Diese Botschaft, so dachte man, wäre nach den Verfehlungen in der Finanzkrise in den Chefetagen der Banken angekommen. Die Credit Suisse zeigt, dass dies nicht der Fall ist.

          Johannes Ritter
          (rit.), Wirtschaft

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