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Geförderte Altersvorsorge : Dicke Ampel-Bretter

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Blick nach Westen oder nach Norden: Schweden und Niederländer haben gute Ideen in der Altersvorsorge für Ampel-Sondierer. Bild: dpa

Die Sondierer könnten sich bei der Altersvorsorge in einem Punkt einig werden: eine neue Spar-Variante nach schwedischem Modell. Doch auch im bestehenden System gibt es einiges zu reparieren.

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          Würde man das optimale Altersvorsorgesystem für Deutschland auf einem weißen Stück Papier entwerfen, sähe es anders aus als das bestehende. Denn das ist komplex, unverständlich, intransparent und erreicht nicht überall seine Ziele. Geringverdienende und Angestellte in kleinen Unternehmen sind unterrepräsentiert.

          Die Kapitalanlage beruht auf einem Sicherheitsverständnis, das nicht mehr zur Renditesituation nach der internationalen Finanzkrise passt. Es ist vernünftig, dass die Parteien, die nun mitein­ander die Themen einer möglichen Koalition sondieren, internationales Benchmarking betrieben haben. Dabei sind sie auf das schwedische Vorbild gekommen.

          Doch sie sollten nicht unterschätzen, dass auch das bestehende System entschlackt gehört, damit es für Millionen Sparer bessere Ergebnisse erreicht. Und sie sollten nicht nur in den Norden schauen, sondern auch in den Westen. Die Niederländer haben zwar ein ebenfalls recht komplexes, aber ex­trem leistungsstarkes System aufgebaut.

          Leider muss eine gute Vorsorgepolitik sehr dicke Bretter bohren. Und leider sind damit auch kaum Punkte beim Wähler zu gewinnen.

          Philipp Krohn
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

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