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Gesetz über E-Wertpapiere : Richtiger Weg

  • -Aktualisiert am

Schon seit 80 Jahren nicht mehr gedruckt: Deutsche Staatsanleihen Bild: Picture-Alliance

Die ungewöhnliche Geschwindigkeit, mit der das Thema digitale Wertpapiere vom Gesetzgeber vorangetrieben wird, überrascht nur auf den ersten Blick. Es geht nicht zuletzt um Technologieführung.

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          Spricht man von sogenannten Megathemen, ist die Digitalisierung ganz vorn dabei. Das hat man auch in Deutschland erkannt, und so ist die ungewöhnliche Geschwindigkeit und Kompetenz, mit welcher der Gesetzentwurf zur Einführung elektronischer Wertpapiere erarbeitet wurde, gar nicht so überraschend. Nach rund 80 Jahren auch für nichtstaatliche Anleihen die Urkundenpflicht zu beseitigen mag etwas spät kommen.

          Der Wille aber, Deutschland in puncto Blockchain eine Vorreiterrolle zu verschaffen, ist begrüßenswert. Auch wenn noch nicht alles bis ins Detail geklärt sein mag. Angesichts der Entwicklungen in der Automobilindustrie mag ebenfalls die Angst eine Rolle spielen, technologisch ins Hintertreffen zu geraten. Diese hat wohl auch dazu beigetragen, dass, bewusst oder unbewusst, über sich häufende Anzeichen für unlautere Vorgänge im Skandal-Unternehmen Wirecard vielerorts lange hinweggesehen wurde.

          Für das Potential der Blockchain-Technologie im Wertpapierbereich bleibt zu hoffen, dass man auch daraus Lehren zieht und in jedweder Richtung Sorgfalt walten lässt. Mit dem aktuellen Gesetzentwurf scheint der richtige Weg zumindest eingeschlagen.

          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.

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