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Pläne der EZB : Der digitale Euro

Das Wesen des Geldes soll digital werden. Die Folgen eines solchen Schrittes gut zu durchdenken ist sinnvoll. Gleichwohl muss die EZB aufpassen, dass sie nicht zu lange nachdenkt.

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          In den kommenden Wochen, so hat es EZB-Präsidentin Christine Lagarde angekündigt, will die Notenbank ihre bisherigen Untersuchungen zum digitalen Euro vorstellen. Bislang ist offenbar noch nicht mal die Entscheidung gefallen, ob Europas Notenbank so etwas anstrebt. So wichtig es ist, in solchen Fragen international den Anschluss an die technische Entwicklung nicht zu verlieren, so gut will ein solcher Schritt geplant sein.

          Es geht schließlich nicht nur darum, das grenzüberschreitende Bezahlen auf dem digitalen Wege zu verbessern. Das ist immer sinnvoll. Es geht aber um mehr. Das Wesen des Geldes selbst soll digital werden. „CBDC“, Central Bank Digital Currency nennen sich solche Währungen, bei denen die Notenbank selbst digitales Geld auch für den allgemeinen Gebrauch bereitstellt. Das könnte etwa die Position der Banken stark verändern, die bislang eine wichtige Rolle in der Geldschöpfung spielen.

          Die Folgen eines solchen Schrittes gut zu durchdenken ist daher sinnvoll. Gleichwohl müssen die Notenbanken aufpassen, dass sie nicht zu lange nachdenken – und so privaten Anbietern digitaler Währungen wie Facebook ganz das Feld überlassen.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

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