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Finanzen : Zinsen aus Britannien lohnen nicht

Mit Zinsaufschlägen locken britische Banken deutsche Sparer. Aber ob es sich für ein paar Euro mehr lohnt, höhere Risiken in Kauf zu nehmen, ist doch fraglich.

          Es war in letzter Zeit mehrmals zu beobachten. Als in der Türkei die Krise hochkochte, warben in Deutschland türkische Banken mit vergleichsweise hohen Zinsen um das Geld privater Sparer. Und jetzt gibt es britische Banken, die relativ viel zahlen, wenn jemand aus Deutschland ihnen Geld über Internetportale wie Weltsparen oder Zinspilot zur Verfügung stellt.

          Risikofreudige Sparer reizt das vielleicht gerade. Aber wenn man in Ruhe überlegt, ob es sich lohnt, für vergleichsweise geringe Zinsaufschläge irgendwelche Risiken und Aufwand in Kauf zu nehmen, kann man da doch Zweifel haben. Hinsichtlich der Regeln für die Einlagensicherung nach dem Brexit ist noch nicht alles bis ins Letzte klar. Vieles spricht zwar dafür, dass Einlagen in Großbritannien auch künftig ähnlich gut geschützt sind wie bislang durch die von der EU vorgegebene gesetzliche Einlagensicherung.

          Es bleiben aber auch die Fälle der Banken Espírito Santo in Portugal und Fibank in Bulgarien in Erinnerung. Bei beiden bangten Sparer aus Deutschland trotz gesetzlicher Einlagensicherung zeitweise um ihr Geld, auch wenn am Ende alle ausbezahlt wurden. Aber als Sparer möchte man gern ruhig schlafen.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

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