https://www.faz.net/-gv6-9lwmj

Fahrdienst : Uber ist angreifbar

  • -Aktualisiert am

Der Fahrdienstanbieter Uber nimmt Kurs auf die Börse. Bild: AFP

Viel Konkurrenz, schwächelndes Wachstum, keine Gewinne. Wer in Uber investiert, lässt sich auf ein großes Risiko ein.

          1 Min.

          Ein Unternehmen muss nicht unbedingt Gewinn machen, wenn es an die Börse geht. Der Online-Händler Amazon.com hat noch Jahre nach seinem Börsendebüt Verluste ausgewiesen. Er hat es dabei aber verstanden, Investoren glaubwürdig zu vermitteln, dass sich seine gewaltigen Investitionen auszahlen werden, auch wenn sie kurzfristig das Ergebnis belasten. Das Versprechen hat er eingehalten, er ist heute klar profitabel.

          Diesem Beispiel würde Uber gewiss gerne folgen. Der Fahrdienst ist ohne Zweifel eine der größten Erfolgsgeschichten der amerikanischen Technologiebranche in diesem Jahrzehnt und hat Mobilität ganz neu definiert.

          Aber der jetzt vorgelegte Börsenprospekt liefert beunruhigende Erkenntnisse. Nicht nur ist das Unternehmen von Gewinnen weit entfernt. Auch das Wachstum schwächt sich ab, sowohl im angestammten Chauffeurdienst als auch in jüngeren Geschäftsfeldern wie Essenszulieferung. In all seinen Aktivitäten sieht sich Uber scharfer Konkurrenz gegenüber und hat teilweise auch Marktanteile verloren. Der Börsenprospekt zeichnet das Bild eines sehr angreifbaren Unternehmens. Wer in Uber investiert, lässt sich auf ein großes Risiko ein.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Anleger halten vor EZB-Bescheid zunächst still

          Autowerte im Minus : Anleger halten vor EZB-Bescheid zunächst still

          Die Märkte warten auf die geldpolitischen Entscheidungen der EZB, die am Nachmittag anstehen. In der zuletzt stark gelaufenen Autobranche macht sich dagegen schon Enttäuschung breit. Die große Koalition hat sich gegen die Kaufprämie von Diesel und Benziner entschieden.

          Topmeldungen

          Milliardenhilfen : Die große Konjunkturwette

          Keine Kaufprämien für Verbrenner, dafür eine niedrigere Mehrwertsteuer auf alle Produkte: So will die große Koalition die Wirtschaftskrise überwinden. Doch ob diese Strategie aufgeht, ist nicht gesagt.

          Trumps früherer Pentagon-Chef : Mattis macht mobil

          James Mattis war ein ranghoher General und Donald Trumps Verteidigungsminister. Nun wirft er dem Präsidenten Machtmissbrauch vor. Die Amerikaner fordert er dazu auf, sich von ihm abzuwenden.
          Sandra Maischberger im Gespräch mit der Germanistin Priscilla Layne.

          TV-Kritik: Sandra Maischberger : Journalismus im Bunker

          In ihrer letzten Sendung vor der Sommerpause geriet Sandra Maischberger mit einer harmlosen Sendeankündigung ins Kreuzfeuer von Politaktivisten. Wir sehen, wie der Journalismus in polarisierten Gesellschaften unter Druck gerät.
          Zusammenzuarbeiten macht mehr Spaß.

          Neue Arbeitskollegen : Seid nett zu den Neuen!

          Kein eigener Arbeitsplatz, keine Aufgaben, keine Ansprache: In ihren ersten Wochen werden Mitarbeiter oft vernachlässigt. Doch das ist ein großer Fehler.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.