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Schwedische Notenbank : Richtiges Zinssignal

Die Inflation muss sinken: Verkehrsschild vor dem Gebäude der schwedischen Riksbank in Stockholm Bild: Reuters

In Stockholm wird der Leitzins um einen Prozentpunkt erhöht. Die ausufernde Geldentwertung erfordert ein entschlossenes Handeln.

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          Es darf keine Rücksicht mehr auf Rezessionsrisiken geben. Der sich festsetzende Inflationsdruck zwingt die Notenbanken dazu, in die Vollen zu gehen. Die schwedische Riksbank hat das am Dienstag mit ihrem Zinsschritt um einen ganzen Prozentpunkt gezeigt. Die Zeiten sind vorbei, in denen die Geldpolitik auf die Erwartungen der Märkte blickte und unliebsame Überraschungen tunlichst vermeiden wollte. Der Inflationsdruck nimmt in der ganzen Welt weiterhin zu – den schon erfolgten Zinserhöhungen zum Trotz. Die Bekämpfung der Geldentwertung erfordert entschlossene Zinsschritte. Das Signal muss unmissverständlich und auch schmerzhaft sein.

          Denn ein zu vorsichtiges Agieren der Notenbanken kann einen größeren Schaden anrichten als ein Abgleiten der Wirtschaft in die Rezession. Es geht um das Vertrauen der Bevölkerung in die Geldwertstabilität und damit in die Grundlagen unseres Wirtschaftssystems.

          Wenn die Bundesbank in Deutschland die Teuerungsraten demnächst im zweistelligen Bereich erwartet, hat der Inflationsdruck inzwischen ein historisches Ausmaß erreicht. Der Rekordanstieg der Erzeugerpreise von 45,8 Prozent im August verdeutlicht dies und lässt Schlimmstes ahnen. Das setzt die Europäische Zentralbank (EZB) unter Druck. Erst recht, wenn die amerikanische Notenbank Fed einmal mehr kräftig den Leitzins erhöht. Schwedens Riksbank hat das richtige Signal gesendet.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

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