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Kommentar : Ruhmlose BNP Paribas

Bild: F.A.Z.

Jetzt wird sich die französische Bank BNP Paribas nicht mehr rühmen, im Investmentbanking zusammen mit Goldman Sachs an der Spitze zu liegen. Sie schlittert später in die Krise als viele andere. Der Aufprall ist nicht weniger heftig.

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          Jetzt wird sich die französische Bank BNP Paribas nicht mehr rühmen, im Investmentbanking zusammen mit Goldman Sachs an der Spitze zu liegen.

          Dies hatten die Franzosen in den vergangenen Monaten mehrfach getan. Nicht, dass es dafür keine Gründe gab, denn tatsächlich hielt BNP Paribas der Krise länger stand als die meisten Konkurrenten. Doch Oktober und November erwiesen sich als rabenschwarze Monate für den Handel mit Anleihen, Aktien und Derivaten. Auch wenn alle Banken gelitten haben, so hat das Bild von BNP Paribas als einer konservativ und vorsichtig agierenden Bank tiefe Schrammen erhalten.

          Selbst die windigen Geschäfte des amerikanischen Wertpapierhändlers Madoff reißen Furchen in die Bilanz. Hinzu kommt die Ungewissheit über die Übernahme der belgischen Bank Fortis, die Kleinanleger vor den Gerichten zumindest verzögern. Die Anleger erinnern sich jetzt auch wieder an die erheblichen Risiken aus den Kreditversicherern in den Vereinigten Staaten. Zudem dürfte auch die amerikanische Tochtergesellschaft Banc West in Bedrängnis geraten, je länger der Abschwung dort dauert. BNP Paribas schlittert später in die Krise als viele andere. Der Aufprall ist nicht weniger heftig.

          Christian Schubert
          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

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