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Kommentar : Holprige Umkehr der Geldpolitik

Die Abkehr von der expansiven Geldpolitik könnte nicht störungsfrei ablaufen. Darauf setzt auch der Hedgefonds Bridgewater - eine mögliche Einschätzung.

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          Wer sich Ende 2017 in der deutschen Finanzbranche nach Einschätzungen für die europäische Wirtschaft erkundigte, hörte überall die Botschaft: Die Konjunktur in Europa überrascht positiv, und alles spricht dafür, dass sie weiter laufen wird.

          Nun setzt Roy Dalio, der Gründer von Bridgewater, dem größten Hedgefonds der Welt, dagegen: Er sieht, wenn auch vielleicht nicht schon in den kommenden Monaten, ein Ende des Konjunkturaufschwungs voraus. Und mit Leerverkäufen über 14 Milliarden Euro auf europäische Standardaktien ist Dalio auch bereit, seine Überzeugung nicht nur mit Worten, sondern auch mit sehr viel Geld zu unterlegen.

          Sollte er schiefliegen, wird es für Bridgewater und seine Kunden teuer. Wird er recht behalten? An der Wall Street finden sich nicht wenige Skeptiker, die gar nicht davon überzeugt sind, dass den Notenbanken die Abkehr von ihrer expansiven Geldpolitik ohne Schaden für die Wirtschaft gelingen wird. Und sie bauen darauf, dass der Trump-Dollar schwach bleibt und im Gegenzug die Wirtschaft in der Eurozone und in Japan wegen starker Währungen in die Bredouille kommt. Ganz absurd ist die Überlegung nicht.

          Gerald Braunberger
          Herausgeber.

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