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Nobert Kuls (nks.)

Geldspritzen : Die Fed rückt als Feuerwehr aus

  • -Aktualisiert am

Besorgter Finanzmarkthändler an der Wall Street Bild: AP

Amerikas Banken brauchen milliardenschwere Liquiditätshilfen der Notenbank. Das weckt unangenehme Erinnerungen.

          1 Min.

          Der Repo-Markt ist ein Markt, der zu den obskureren Bereichen des Finanzsystems gehört. Gleichwohl hält er das System am Laufen. Banken und Wertpapierhäuser nutzen diesen Markt, sich kurzfristig zu refinanzieren, ihr Kreditgeschäft oder den Handel mit Wertpapieren aufrechtzuhalten.

          Die Nachricht, dass die amerikanischen Notenbank intervenieren muss, weil in diesem Markt nicht genügend Liquidität zur Verfügung stand und die kurzfristigen Zinsen in extreme Höhen geschnellt waren, wecken unangenehme Erinnerungen. Die letzten Eingriffe der Fed liegen gut zehn Jahre zurück. Es waren die dunklen Tage der Finanzkrise, als das gegenseitige Vertrauen von Banken zusammengebrochen war und sich niemand mehr auch nur kurzfristig Geld leihen wollte. Diesmal ist von einer Krise nichts zu spüren.

          Als Gründe für den Engpass werden Sonderfaktoren angeführt, Steuerzahlungen oder Zahlungen für den Erwerb von Staatsanleihen. Aber die Verwerfungen deuten möglicherweise doch auf schwelende systemische Probleme hin. Regulatorische Beschränkungen nach der Finanzkrise haben vielleicht die Liquidität in diesem Markt zu stark verringert. Es ist Vorsicht angesagt.

          Norbert Kuls
          Freier Autor in der Wirtschaft.

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