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Commerzbank : Mehr Comdirect

Die Commerzbank-Zentrale in Frankfurt Bild: EPA

Gerade einen Monat im Amt hat der neue Commerzbank-Vorstandsvorsitzende Manfred Knof einen Restrukturierungsplan vorgelegt. Er setzt auf weniger Filialen, weniger Personal und viel mehr Digitalisierung.

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          Der Gegensatz könnte nicht größer sein. Während sich Anleger dieser Tage einen wilden Kampf um das Unternehmen Gamestop liefern, veröffentlicht die Commerzbank die Nachricht, dass sie weitere 10000 Mitarbeiter entlässt. Hier begeistern sich völlig neue Anlegergruppen für Aktien und Finanzprodukte, da steht ein Dinosaurier der Finanzbranche auf der Suche nach dem richtigen Geschäftsmodell.

          Man täte den bisherigen Managern der Commerzbank unrecht, würde man jede Entscheidung im Rückblick als falsch abtun. Natürlich wandelt die Bank auf dem Pfad der Digitalisierung, umgarnt den heiß begehrten deutschen Mittelstand und hat mit der Comdirect ein attraktives Online-Angebot für digitalaffine Kunden im Portfolio. Es ist von allem ein bisschen, aber nichts richtig. Der Commerzbank fehlte es bisher an Fokus und Konsequenz. Dieses über Jahre geradezu trotzige Festhalten an Filialen hat der Commerzbank nicht nur einen großen Kostenblock, sondern auch das Image von Ewiggestrigen eingebracht. Es brauchte offenbar eine Jahrhundertpandemie und den Lockdown, um einzusehen, dass auch Commerzbank-Kunden ohne Filialen auskommen. Dass nun fast jede zweite Niederlassung wegfallen kann, ist eine späte Erkenntnis.

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