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Finanzbranche im Umbruch : Deutsche Bankosaurier

Der Volksmund weiß: Zwei lahme Gäule machen noch kein Rennpferd. Bild: dpa

An der Börse sind Deutsche Bank und Commerzbank gegenüber modernen Zahlungsabwicklern Zwerge. Meistern sie den technischen Wandel nicht, wird es ihnen wie den Dinosauriern gehen.

          Die Deutsche Bank und die Commerzbank kennt jeder, aber wer kennt in Deutschland die amerikanischen Zahlungsabwickler Fidelity National Information Service und Worldpay? Fidelity bietet gerade 35,5 Milliarden Dollar für die Übernahme von Worldpay. Das dürfte rund das Dreifache des Betrages sein, den die Deutsche Bank aufbringen müsste, wenn sie heute die Commerzbank übernehmen wollte.

          Aus deutscher Sicht erscheinen die Deutsche Bank und die Commerzbank als gewaltige Banken. Ihr Geschäftsumfang mag auch groß sein. Die Auswirkungen einer Fusion auf die Zahl der Beschäftigten wäre fraglos gravierend, wenn auch vielleicht nicht so gewaltig wie von manchen Kritikern des Projekts in den Raum gestellt.

          Aber mit Blick auf ihren Wert sind die Deutsche Bank und die Commerzbank im internationalen Vergleich alles andere als groß. Der technologische Wandel in der Finanzbranche hat ein atemberaubendes Tempo erreicht. Traditionelle Banken müssen in der Lage sein, diesen Wandel durch Investitionen in Technologie anzunehmen, um ihren Wert zu steigern. Ansonsten wird es ihnen gehen wie vor vielen Jahren den Dinosauriern.

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