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Kommentar : Der Kredithebel

  • -Aktualisiert am

Mit Kreditfinanzierung wollten Banken und Anleger ganz schnell das große Geld auf dem Immobilienmarkt machen. Jetzt zahlen sie die Zeche.

          Die Wirtschaftskrise kommt mit Verzögerung auf den Gewerbeimmobilienmärkten an. Das war in den vergangenen Konjunkturzyklen so; das ist diesmal nicht anders. Schrumpft die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen, schrumpft auch die benötigte Fläche, auf der die wirtschaftlichen Aktivitäten stattfinden.

          Die Schonzeit ist vorüber, was sich besonders negativ auf Büroimmobilien auswirkt. Der Leerstand nimmt zu, die Mieten gehen zurück. Jetzt wird offensichtlich, welche Geschäftsmodelle mit Gewerbeimmobilien funktionieren. Weiter funktioniert die Strategie von Investoren, die auf stabile Einnahmen aus hochwertigen Objekten gesetzt und ihren Kreditrahmen vor der Finanzkrise nicht ausgereizt haben.

          Nicht mehr funktionieren Geschäftsmodelle, die von steigenden Mieten und Bewertungen ausgingen und dann auch noch zu 80 Prozent und mehr über Kredit finanziert worden sind. Mit einem solchen Hebel lassen sich attraktive Renditen erzielen, wenn der Markt nach oben geht. Dreht er in die andere Richtung, ist das Eigenkapital rasch aufgebraucht. Genau das ist den Anlegern in den großen amerikanischen Immobilienfonds passiert, die nun einen Großteil ihres eingezahlten Geldes verlieren.

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