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Tim Kanning (kann.)

Brexit-Folgen : Ein Startschuss für den Finanzplatz Frankfurt?

  • -Aktualisiert am

Bild: EPA

Seit dem Brexit haben sich viele internationale Institute in Frankfurt merklich vergrößert. Der Handelspakt – und vor allem was er nicht regelt – könnte das weiter befeuern.

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          Wir hoffen das Beste, aber bereiten uns auf das Schlimmste vor: Schon kurz nach dem Brexit-Votum haben sich Banker in Frankfurt mit diesem Leitspruch auf den Austritt Großbritanniens aus der EU eingestimmt. Zum Glück, wie man heute sagen muss. Denn auch nach der Fristverlängerung sind die Abmachungen darüber dürftig, welche Geschäfte in London sitzende Banken nach dem Brexit in der EU noch machen dürfen.

          Zunächst hat man sich abermals vertagt, auf den März. Die Banken haben dem längst vorgegriffen. Manche internationale Institute haben zuletzt Vermögenswerte von einigen hundert Milliarden Euro an den Main verlagert.

          Auch wenn die Brexit-Banker nicht in Heerscharen den Ärmelkanal überqueren, so haben sich doch einige Institute merklich vergrößert. Dass die EU nun im Einzelfall entscheiden will, welche Finanzdienstleistungen sie von London aus auf den EU-Binnenmarkt lassen will, ist ein starker Hebel: Die Briten können sich so nicht einfach als Finanzplatz der laxen Regeln positionieren. So könnte für Frankfurt im Brexit der Startschuss zum Aufstieg zum kontinentaleuropäischen Finanzzentrum liegen.

          Tim Kanning
          (kann.), Wirtschaft

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