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Ratingänderung verschoben : Italienisches Risiko

Auch wenn die Rating-Agenturen den Stab über Italien bisher nicht gebrochen haben: Das Damoklesschwert schwebt weiter über dem Land.

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          Für Italiens Regierung besteht zum Jubel kein Anlass, weil eine Entscheidung nur verschoben wurde. Die Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit des weiterhin hochverschuldeten Staates unverändert nur eine Stufe über Ramschniveau gelassen.

          Das nahmen einige Investoren zum Anlass, italienische Staatsanleihen zu kaufen. Doch ändert sich nichts an der prekären Haushaltslage des Staates, die sich durch die konjunkturelle Abkühlung verschärfen kann. Die populistische Regierung in Rom hatte eine ähnliche Entscheidung der Ratingagentur Fitch vor drei Wochen, von einer Herabstufung vorerst abzusehen, als Bestätigung der wirtschaftlichen Solidität gefeiert.

          Das war eine Fehlinterpretation, weil Fitch gleichzeitig den Ausblick negativ bewertet. Italien droht weiterhin, das Rating-Gütesiegel „Investment Grade“ zu verlieren, wenn es nicht in der Schuldenpolitik umsteuert. Dann dürfen wichtige institutionelle Investoren nicht mehr investieren. Einzig die Fortsetzung der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) in Verbindung mit ihrer geplanten Billiggeld-Spritze für italienische Banken sorgt gegenwärtig für etwas Entspannung in Rom.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

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