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Chinas Wirtschaftspolitik : Risikofaktor

  • -Aktualisiert am

Führungskult in China - „Make China great again“ Bild: AP

Die Politik der harten Hand gegen die private Wirtschaft in China verschreckt die Anleger mit Recht.

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          Das harte Vorgehen Chinas gegen private Bildungsunternehmen hat die Marktteilnehmer überrascht. Die einen, weil die offenkundigen Bestrebungen der Parteiführung, klarzumachen, wer in der Wirtschaft die Zügel in der Hand hält, nun auch über Technologieunternehmen hinausgehen. Die anderen, weil unerwartet eine ganze Branche plötzlich nicht mehr zur „gewinnorientierten Sphäre“ gehört, wie dies im reformsozialistischen Duktus heißt. Die Dritten, weil sie meinten, die Kampagne sei abgeschlossen gewesen.

          Jedenfalls hat es die Anleger verunsichert. Kein Wunder, wenn sie auf Nummer sicher gehen und Probleme wie der latente Konflikt mit den USA wieder zum Tragen kommen. Scheint dann auch noch ein großes Immobilienunternehmen angeschlagen, ist die Melange perfekt, aus der Kurskorrekturen gemacht sind.

          Die Frage, die sich in China investierte Anleger stellen müssen, ist, inwieweit der aktuelle Kurs der KP nicht zu einem schwer kalkulierbaren Risiko geworden ist. Wie im Westen wird dort derzeit das Verhältnis von Staat und Wirtschaft neu bestimmt – doch „mehr Staat“ kann im Reformsozialismus etwas ganz anderes bedeuten als in Europa. Verwiesen wird oft darauf, dass die Führung technokratisch-pragmatisch sei und der Wandel bisher sehr erfolgreich. Doch das ist die Vergangenheit. Und letztlich sitzen auch im chinesischen Politbüro Politiker, denen es vor allem um Macht geht und nicht um Aktienkurse.

          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.

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