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Kommentar : Bausparkassen in der Zinsklemme

Auch wenn einige Bausparkassen nicht gut dastehen - es hilft niemand, wenn beliebte Sparanlagen schlechtgeredet werden.

          Nicht das Bausparen, sondern einige Bausparkassen stehen unter Druck. Die historisch niedrigen Zinsen setzen dem Geschäftsmodell zu, noch können die Institute dem standhalten. Dass sich der Notfallfonds dramatisch verringert hat, muss zwar als weiteres Warnzeichen aus der seit Jahren im Blickpunkt stehenden Branche gewertet werden.

          Doch Kassandrarufe, die das Ende der Bausparkassen voraussagen, sind übertrieben. Seit Ende 2012 hat die Finanzaufsicht Bafin vier Zinsumfragen unter den Bausparkassen durchgeführt, die letzte im Sommer 2017. Die Niedrigzinsen belasten, aber die Aufsicht erwartet in Zukunft eine sich wieder stabilisierende Ertragslage – sowohl bei niedrigen als auch bei steigenden Zinsen.

          Bausparkassen schützen das steuerlich begünstigte Bausparen auch dadurch, indem sie Altverträge kündigen, wenn der Kunde nach zehn Jahren kein Darlehen abruft. Der wohnungswirtschaftliche Zweck, den der Staat fördert, lässt sich dann nicht mehr erfüllen. Verbraucherschützer prangern zu Recht manch andere Kündigungsmethode der Bausparkassen an. Aber keinem ist geholfen, wenn eine der beliebtesten Sparanlagen in Deutschland schlechtgeredet wird.

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