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Kommentar : Auf ins Schwellenland

Viele Staatsanleihen aus entwickelten Ländern bieten heute höhere Renditen als Schwellenländer. Das spiegelt die wirtschaftlichen Aussichten wider.

          Fragt man Aktienanalysten nach aussichtsreichen Anlagen, werden häufig Papiere in Schwellenländern genannt. Warum soll diese Empfehlung nicht auch für Staatsanleihen gelten?

          Viele Schwellenländer haben vergleichsweise junge Bevölkerungen, vielversprechende wirtschaftliche Perspektiven und einen niedrigen Bestand an Staatsschulden. In den Industrienationen finden sich häufig alternde Bevölkerungen, bestenfalls mediokre wirtschaftliche Aussichten und hohe Berge an Staatsschulden.

          Das gilt unter anderem, aber nicht nur für Peripheriestaaten im Euro-Raum wie Griechenland, Portugal und Irland. Die griechischen Renditen bewegen sich jenseits von Gut und Böse, aber auch Irland und Portugal müssen mittlerweile knapp 6 Prozent Rendite für zehnjährige Laufzeiten bieten.

          Gäbe es keinen Euro-Rettungsschirm, lägen die Renditen wohl noch viel höher. Was aber macht diese Papiere attraktiver als Staatsanleihen beispielsweise aus einem aufstrebenden Schwellenland wie Brasilien? Die Entwicklungen der Anleiherenditen und der Preise für Kreditausfallderivate (CDS) auf Staatsanleihen zeigt, dass auch an diesen Märkten wirtschaftlich potenten und seriös regierten Schwellenländern die Zukunft gehört.

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