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Warten auf den Austritt : Alles Brexit oder was?

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Seit mehr als drei Jahren warten wir auf den Brexit. Allein die Vorbereitungen für den Austritt zeigen Verluste auf – für Großbritannien und Europa.

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          „Wo warst du, als die Briten den Brexit beschlossen?“ Viele werden die Frage mit „im Tiefschlaf“ beantworten. Zur Nachtruhe hatten sich viele am 23. Juni 2016 begeben, als klar schien, dass sich die Brexit-Gegner wohl durchgesetzt hatten. Wer abends mit dieser Gewissheit zu Bett gegangen war, konnte morgens das Ergebnis kaum glauben: Brexit.

          Zwar ist immer noch nicht das passiert, wofür die Briten vor über drei Jahren gestimmt haben, aber dennoch haben die Brexit-Vorbereitungen viele Fakten geschaffen. Die Finanzplätze zum Beispiel haben sich neu sortiert. Die Tatsache, dass der bisher mit Abstand wichtigste Finanzmarkt London nicht mehr Teil der EU ist, muss Konsequenzen haben. Frankfurt hatte sich mehr versprochen, aber Paris hat vorgemacht, dass es sich lohnt, den Finanzplatz zur Chef-, oder besser Präsidentensache zu machen.

          Analysten der Denkfabrik New Financial haben jüngst ausgerechnet, dass der Austritt Großbritanniens auch bedeutet, dass der Anteil der EU am globalen Kapitalmarkt von 21 auf 14 Prozent sinken wird. Die EU-Wirtschaft wird damit wieder abhängiger von der Kreditvergabe durch Banken. Das wäre wohl eher ein Rückschritt.

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