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Mensch gegen Maschine : Revolution in der Geldanlage

„Es wird eine der Grundfragen unserer Zukunft sein, wozu wir die Maschinen erziehen, ehe sie nicht nur in automatisierten Finanzmärkten, sondern auf allen Gebieten so erwachsen geworden sind, dass sie selbst uns erziehen“, schrieb Frank Schirrmacher. Bild: Getty

Können Maschinen das Geld besser anlegen als der Mensch? Immer mehr Vermögensverwalter glauben daran. Je nach Sichtweise ist dies eine unheimliche oder eine verheißungsvolle Vorstellung.

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          Die neue Welt der Geldanlage sieht auf den ersten Blick genauso aus wie die alte: Menschen, die vor Computerbildschirmen sitzen und wahlweise Grafikkurven oder Zahlenreihen betrachten – in den Handelssälen der Banken und Vermögensverwalter ist dies seit Jahrzehnten ein vertrautes Bild. Was aber, wenn die Banker vor ihren Monitoren nur so tun, als habe sich nichts geändert, aber insgeheim längst die Computer entscheiden, wie das Geld angelegt wird? Die Banker wären dann nur noch Zuschauer. Je nach Sichtweise ist dies eine unheimliche oder eine verheißungsvolle Vorstellung.

          Dennis Kremer

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wer hinter die Fassade schauen will, muss sich mit Simon Weinberger treffen. Der Österreicher weiß wie kaum ein Zweiter, was sich derzeit in den Handelssälen dieser Welt abspielt. Von London aus leitet der 42-Jährige den europäischen Teil einer Spezialabteilung des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock, die auf den Namen „Systematic Active Equities“ hört. Weinbergers Abteilung ist der Ort, wo Blackrock die Geldanlage der Zukunft entwickelt.

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