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Zahlen fürs Ersparte : Knapp 500 Banken nehmen Negativzinsen

Finanzplatz Frankfurt: Bei vielen Banken müssen Sparer jetzt schon von 50.000 Euro an Negativzinsen zahlen. Bild: dpa

Die Zahl steigt rasant. Entscheiden sich jetzt mehr Banken für Negativzinsen statt für höhere Gebühren?

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          Die Zahl der Banken, die Negativzinsen von ihren Kunden verlangen, steigt weiter. Das Internetportal Verivox, das eine Liste mit Banken führt, die auf ihrer Internetseite Negativzinsen ausweisen, kommt mittlerweile auf 349 Institute, die auch von Privatkunden solche Zinsen verlangen. Das Konkurrenzportal Biallo, das einen besonders umfangreichen Bankenvergleich anbietet, nennt inzwischen sogar 450 Banken, die von Privatkunden ebenfalls Negativzinsen kassieren. Innerhalb von zwei Jahren habe sich diese Zahl verfünfzehnfacht, heißt es. Bei Firmenkunden seien es mittlerweile sogar knapp 500 Kreditinstitute.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Stuttgarter Bankenprofessor Hans-Peter Burghof meint, es wäre vielleicht sogar die „ehrlichere“ Lösung, wenn Banken jetzt Negativzinsen mehr oder minder von allen verlangen würden. Wenn Banken große Einlagen von Kunden selbst anlegten, machten sie nach Kosten bei den momentanen Marktbedingungen einen Verlust. Viele versuchten, diese Verluste „verdeckt“ durch höhere Gebühren rund um das Girokonto auszugleichen: „Insoweit ist ein universeller Minuszins vor allem die ehrlichere Antwort auf die aktuelle Situation.“

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