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Klimaschutz der Banken : Das große Null-Versprechen der Banken

Wollen weniger Treibhausgase finanzieren: Banken in Frankfurt Bild: Lucas Bäuml

Die Banken wollen die Treibhausgase aus ihren Büchern bekommen. Trotz großer Ziele ist bislang aber wenig zu sehen. Die Aufsicht hält die Institute für zu blauäugig.

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          Es waren gewichtige Worte, mit denen die großen Banken dieser Welt vor einem Jahr den Klimagipfel in Glasgow begleiteten. 43 Banken aus 23 Ländern schlossen sich im Vorfeld zur Net Zero Banking Alliance zusammen, mit dem Versprechen, die Emissionen aus ihrem Geschäftsbetrieb und aus ihren Portfolios bis spätestens 2050 auf netto Null zu senken. „Banken werden eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel spielen“, sagte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing zur Gründung der Allianz.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Tim Kanning
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Philipp Krohn
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.
          Hanno Mußler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Zugleich rechnete die größte deutsche Bank vor, dass sie über ihr Kreditbuch aktuell 30,8 Millionen Tonnen CO2 -Äquivalente im Jahr finanziere. Zu 68 Prozent kämen die Treibhausgase aus den Branchen Öl und Gas, aus Stahl, Metall und Bergbau sowie aus Versorgungsunternehmen einschließlich der Energieerzeugung, die sie mit insgesamt 17 Milliarden Euro finanziert habe. Vor allem mit diesen Kunden muss die Bank also auf eine Verringerung der Treibhausgas-Emissionen hinwirken, will sie ihr Netto-Null-Ziel erreichen.

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