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Großangriff von Klarna : Schon lange nicht mehr nur Zahlungsdienstleister

Klarna ist weit mehr als ein Finanzdienstleister. Bild: Reuters

Ein Schwede wirbelt die Finanzwelt durcheinander. Sein Prinzip: Er macht das Einkaufen einfacher – aber die Kunden müssen ihre Daten preisgeben. Das ist nicht das einzige, was die Verbraucherzentrale an Klarna kritisiert.

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          Snoop Dogg ist ein Star. Seine millionenfach verkauften Platten haben den Rapper steinreich gemacht. Andererseits hat er aber auch eine Reihe von Drogendelikten auf dem Kerbholz, illegalen Waffenbesitz und Randale. Man soll nicht kleinlich sein, jeder macht mal Fehler. Doch die Idee, dass ausgerechnet ein Kreditinstitut darauf kommen könnte, Snoop Dogg als Werbeträger zu engagieren, klingt erst einmal absurd. Nur dass es stimmt. Der Reklamefilm folgt der Ästhetik einer religiösen Zeremonie: Darin schreitet der Gangster-Rapper aus Kalifornien im weißen Pelzgewand dem Altar entgegen, zwei Afghanische Windhunde zur Seite, und steckt sich zwei riesige Klunker-Ringe an die Hände.

          Sebastian Balzter

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Bank, die sich von diesem extravaganten Auftritt einen Imagegewinn verspricht, kommt aus Schweden und heißt Klarna. Nie gehört? Dann haben Sie entweder die beiden vergangenen Jahre verschlafen. Oder Sie kaufen aus Prinzip nicht im Internet ein. Im Online-Handel kann man Klarna heute kaum mehr entgehen. Rund 250 000 Anbieter arbeiten für ihre Online-Shops schon mit den Schweden zusammen, darunter die Deutsche Bahn, die Modefirma Zara und die Elektronikkette Saturn-Mediamarkt.

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