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Ein Fonds der Kirche : Vermögenserhalt seit 1468

Verschlingt viel Geld: Die Markuskirche im hessischen Butzbach. Davor das Weidighaus des Theologen, Pädagogen und Wegbereiters der deutschen Revolution von 1848. Bild: Samira Schulz

Der Kugelhausfonds in Butzbach schafft, was der Traum vieler Anleger ist: Vermögen über Generationen mehren. Dahinter steckt ein grundlegendes Prinzip.

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          „Die Ackerpreise gehen gerade durch die Decke“, sagt Sebastian Fritzsche. Er muss es wissen. Denn er verwaltet ein gehöriges Stück Land. Gut 52 Hektar. Also etwa 70 Fußballfelder. In der fruchtbaren Wetterau nördlich von Frankfurt. Seit zwölf Jahren ist er für „Das Kugelhaus in Butzbach“ zuständig. Einen Fonds, den es seit 1468 gibt und der von der Kirchengemeinde verwaltet wird. Eine Zeitspanne also, in der die Reformation, diverse Kriege, politische Umbrüche und Hyperinflationen das Vermögen bedrohten.

          Daniel Mohr
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Es ist trotzdem immer noch da. Es ist noch nicht einmal weniger geworden. Der Wert ist sogar gestiegen. Dank viel Disziplin. Pfarrer Jörg Wiegand ist das wichtig: „Manche meinen, wir sitzen hier auf ungeheuren Vermögen und sollten das endlich mal ausgeben für Kirchenmusik, Jugendarbeit und vieles mehr.“ Das Vermögen ist da, aber Wiegand stellt dem die Lasten gegenüber: den Erhalt des wichtigsten und teuersten Baudenkmals der Stadt, der dreischiffigen gotischen Markuskirche. „Sie wird, so muss man es nüchtern sagen, ein Millionengrab bleiben, das als Kulturdenkmal aber unbedingt erhaltenswert ist.“ Da weder die Landeskirche noch das Denkmalamt genügend Geld zum Erhalt zur Verfügung stellen, sei der Fonds unerlässlich.

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