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Keine Kreditfunktion : US-Börsenaufsicht grätscht in Coinbase-Pläne

  • Aktualisiert am

Brian Armstrong muss zurückrudern. Bild: Picture Alliance

Anders als angekündigt wird die größte amerikanische Kryptobörse keine Kreditfunktion anbieten können. Dabei gab sich Coinbase zuvor selbstbewusst.

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          Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat ihre Muskeln spielen lassen: Anders als geplant wird die größte amerikanische Kryptobörse Coinbase keine Kredite anbieten. Dem voraus ging ein längerer Streit, der durchaus mit harten Bandagen geführt wurde.

          Doch von vorn: Ursprünglich plante Coinbase eine Krypto-Kreditfunktion. Das ganze sollte „Lend“ heißen und gibt es in ähnlicher Form bereits. Nutzern würde es so ermöglicht, ihre eigenen Kryptowährungen an die Börse zurückzuleihen, allerdings zu deutlich höheren Zinssätzen als etwa bei Sparbüchern. Coinbase selbst sprach von 4 Prozent und wollte es auf den Stablecoin USD Coin beschränken, der an den Dollar gekoppelt ist. Den Börsenaufsehern schmeckte das gar nicht, und sie drohten mit Klage gegen Coinbase.

          Das wiederum verstand der börsennotierte Konzern nicht und veröffentlichte einen Post auf dem Blog: „Die SEC hat uns mitgeteilt, sie wolle uns verklagen. Und wir wissen nicht warum.“ Nun veröffentliche Coinbase ein Update zu den Plänen und damit eine Absage an das Produkt: „Während wir unsere Arbeit fortsetzen, um regulatorische Klarheit für die Kryptoindustrie insgesamt zu schaffen, haben wir die schwierige Entscheidung getroffen, das Programm nicht zu starten.“

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