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Aktienkurse in Corona-Zeiten : „Der Dax steigt auf 16.000 Punkte“

Fast menschenleer, aber oft noch beleuchtet, sind nach Feierabend die Büros in der Europäischen Zentralbank und in den anderen Bankentürmen bei Einbruch der Dunkelheit. Bild: dpa

Vermögensverwalter Jens Ehrhardt hält die Börsenrally noch längst nicht für ausgereizt – ungeachtet aller steigenden Corona-Zahlen. Worauf kommt es jetzt an?

          5 Min.

          Herr Ehrhardt, die Aktienkurse haben sich nach dem Crash im Frühjahr in außergewöhnlichem Tempo erholt. Hätten Sie das für möglich gehalten?

          Dennis Kremer

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ja, ich habe damit gerechnet. Die Schreckensszenarien, die sogenannte Crash-Propheten seit Jahren werbewirksam verkaufen, habe ich nie für realistisch gehalten.

          Der heftige Kursrückschlag zu Beginn der Krise hat Ihnen keine Angst gemacht?

          Das mag Sie überraschen: Aber tatsächlich hatte ich deswegen keine schlaflosen Nächte, und ich will Ihnen auch sagen, weshalb. Die gewaltigen Hilfspakete, die erst die Notenbanken und dann die Regierungen auf der ganzen Welt beschlossen haben, hat es in solcher Form noch nie gegeben. Ich bin mit meinen 78 Jahren ein alter Hase in diesem Geschäft und war mir sicher: Wenn Regierungen und Notenbanken Gelder in solcher Höhe freisetzen, dann muss dies einen positiven Effekt auf die Wirtschaft und auf die Aktienkurse haben. Und da die Kurse in der Regel vorwegnehmen, was ein halbes oder ein ganzes Jahr später mit der Konjunktur passiert, wusste ich, dass die Börsenerholung schnell einsetzen würde.

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