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Jeansstoff und viel Geschichte : Wie Dollarscheine hergestellt werden

  • -Aktualisiert am

Der Stoff, aus dem die amerikanischen Banknoten sind: alte Jeans Bild: Reuters

Am Anfang stehen alte Jeans, am Ende grüne Dollarscheine. Wie der amerikanische Dollar hergestellt wird, wie lange er sich hält – und wie Donald Trump gegen eine Sklavin kämpft.

          6 Min.

          Ed Mejia steht in der Produktionshalle. Sie ist riesig, der Lärm ohrenbetäubend, und der Schichtführer streicht mit seinen Fingern vorsichtig über einen nach Farbe duftenden Druckbogen: frische 20-Dollar-Noten. Geld aus der Maschine. Er lächelt. „Egal, wo ich einkaufe, überall sehe ich meine Arbeit. Das ist ein phantastisches Gefühl!“ Die Augen des sportlichen Mittfünfzigers leuchten kurz auf, dann macht er weiter. Er hat noch viele Bögen vor sich.

          „Jetzt zeige ich Ihnen, wie wir hier Fehldrucke rausfischen“, sagt er. Mit einem dicken Stift geht er auf einen der Bögen los und zeichnet dem dort abgebildeten Andrew Jackson einen Vollbart ins Gesicht. Jackson lebte vor zweihundert Jahren. Er war der siebte Präsident der Vereinigten Staaten und einer der Gründer der Demokratischen Partei. Seit 90 Jahren ist sein Porträt auf jedem 20-Dollar-Schein zu sehen. Ein glattrasierter weißhaariger Mann mit strengem Blick. Als Mejia ihm den Bart verpasst, schlägt die Maschine Alarm. Nichts lässt sie ungesehen durch. So soll es sein. Mejia ist zufrieden.

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