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Milliardenverlust : Japans Technologieinvestor Softbank schreibt tiefrote Zahlen

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Japans Softbank hat gegenüber den Investoren Erklärungsbedarf. Bild: Reuters

Das Geschäft mit jungen Wachstumsunternehmen läuft im aktuellen Umfeld schlecht. Steigende Zinsen belasten die Aussichten.

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          Die Talfahrt der Technologiewerte rund um den Globus hat den weltgrößten Technologieinvestor Softbank tief in die roten Zahlen gedrückt. Im Geschäftsjahr 2021/22 zu Ende März sei ein Verlust in Höhe von 12,5 Milliarden Euro (1,7 Billionen Yen) angefallen nach einem Rekordgewinn von 36,7 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum, teilte der japanische Konzern am Donnerstag mit. Für den Einbruch sorgte vor allem der die Geschäftsaktivitäten dominierende 100 Milliarden Dollar schwere Vision Fund, der allein auf einen Fehlbetrag von zuvor nie erreichten fast 25 Milliarden Euro kam.

          Die Anteilsscheine der größten Softbank-Investments - des Fahrdienstvermittlers Didi, des Online-Händlers Coupang wie auch des Uber-Konkurrenten Grab und Alibaba aus China - büßten im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich ein. Der Milliarden-Verlust wirft einen Schatten auf die Strategie des 64-jährigen Firmengründers und -chefs Masayoshi Son, ausschließlich auf Wachstumsunternehmen zu setzen. Diese sind angesichts steigender Zinsen an den Börsen gerade nicht mehr en vogue.

          SOFTBANK

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          Hinzu kommen Probleme bei nicht börsennotierten Technologiefirmen, deren Bewertungen ebenfalls massiv unter Druck stehen. Das macht sich vor allem beim zweiten 50 Milliarden Dollar schweren Vision Fund bemerkbar, der unter anderem Geld in das Berliner Solar-Startup Enpal, den Logistik-Dienstleister Forto und die E-Scooter-Firma Tier gesteckt hat. Ähnlich erging es jüngst auch Konkurrenten wie Tiger Global.

          Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die Japaner auch zum größten Einzelaktionär bei der Deutschen Telekom hinter dem Bund aufgestiegen. Softbank will künftig enger mit dem Bonner Dax-Konzern zusammenarbeiten. Um an frisches Kapital zur Finanzierung des milliardenschweren Aktienrückkaufprogramms zu kommen, hat das Unternehmen zuletzt auch Aktien der Telekom-Tochter T-Mobile US an die Bonner verkauft. Für positive Schlagzeilen soll bald der Börsengang des US-Chipdesigners Arm sorgen, der nun doch nicht an Nvidia verkauft wird.

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