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Notenbank prüft Strategie : Japans Wirtschaft ist auf Schrumpfkurs

Trübe Stimmung: Passant vor dem Sitz der japanischen Notenbank in Tokio Bild: Reuters

Wegen der düsteren Konjunkturaussichten denkt die Notenbank der drittgrößten Volkswirtschaft über eine weitere Lockerung ihrer ohnehin schon sehr expansiven Geldpolitik nach.

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          Die Bank von Japan bereitet für ihre Sitzung im März eine Überprüfung der geldpolitischen Strategie vor, die den Weg zu einer weiteren Lockerung der expansiven Geldpolitik öffnen könnte. Notenbankgouverneur Haruhiko Kuroda betonte am Donnerstag vor Journalisten, die Geldpolitik müsse effektiver und beweglicher werden. Zu Details der Überprüfung hielt er sich bedeckt.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Dabei ist die Zentralbank zuversichtlich, dass ein geplantes neues Ausgabenpaket der Regierung das Wachstum stärken wird. Sie setzte ihre Wachstumsprognose für das im April beginnende Fiskaljahr von 3,6 auf 3,9 Prozent herauf. Doch betonte Kuroda, dass der Ausblick wegen der Corona-Krise unsicher sei.

          Wirtschaft auf Schrumpfkurs

          Für das aktuelle Fiskaljahr erwartet die Bank eine Schrumpfung der Wirtschaftsleistung um 5,6 Prozent. Die Zentralbank ließ die Geldpolitik mit dem kurzfristigen Zinssatz von minus 0,1 Prozent und einem 10-Jahres-Zinssatz von etwa null Prozent unverändert.

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          Den aktuellen Virus-Notstand, der in rund 60 Prozent des Landes das abendliche Nachtleben weitgehend lahmlegt, wertet die Bank als Risiko für den privaten Konsum, noch aber nur als Konjunkturdelle.

          Positiv schlägt zu Buche, dass der Export wieder anzieht und die Investitionen der Unternehmen nicht mehr zurückgehen. Nach dem Wirtschaftsausblick der Zentralbank wird das Inflationsziel von 2 Prozent auch noch 2023, wenn Kurodas Vertrag endet, nicht erreicht sein.

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