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Beginn der US-Berichtssaison : J.P. Morgan löst 1,5 Milliarden Dollar Risikovorsorge auf

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J.P. Morgan-Chef Jamie Dimon präsentierte am Mittwoch die Quartalszahlen seines Hauses. Bild: Reuters

J.P. Morgan eröffnet die US-Berichtssaison und überzeugt Anleger mit soliden Zahlen. Geringere Risikovorsorge und Gewinne in den Beratungsaktivitäten der Unternehmensbank stützen das Ergebnis.

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          Die Erholung der Wirtschaft von der Corona-Krise hat der US-Bank J.P. Morgan Chase im Sommer überraschend viel Gewinn beschert. Das Institut löste im dritten Quartal milliardenschwere Rückstellungen für gefährdete Kredite auf. Dadurch sprang der Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast ein Viertel auf 11,7 Milliarden US-Dollar (10,1 Milliarden Euro) in die Höhe, wie J. P. Morgan am Mittwoch in New York mitteilte.

          Die Einnahmen aus dem Beratungsgeschäft der Unternehmens- und Investmentbank sprangen um 52 Prozent nach oben. Bankchef Jamie Dimon begründete dies mit einem Anstieg der Übernahmeaktivitäten und starken Leistungen seines Hauses im Geschäft mit Börsengängen. Auch ein positiver Steuereffekt trieb das Ergebnis nach oben. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem leichten Gewinnanstieg gerechnet.

          Dimon sprach von einem guten Wirtschaftswachstum – trotz der Delta-Variante des Coronavirus und der Probleme bei den weltweiten Lieferketten. Wegen der verbesserten Aussichten reduzierte die Bank ihre Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle unter dem Strich um rund 1,5 Milliarden Dollar.

          Vor der Eröffnung der New Yorker Börse stieg die Aktie von J.P. Morgan um 0,6 Prozent. Anleger erwarten diese Woche gespannt die Berichte weiterer US-Banken. Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs und Morgan Stanley veröffentlichen in den folgenden Tagen ebenso ihre Zahlen für das dritte Quartal.

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